Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Ehrenamt für Senioren: „Zeit-Glück“ soll Einsamkeit lindern

„Zeit-Glück“ soll Begegnungen schaffen.
»Zeit-Glück« soll Begegnungen schaffen.

Einsamkeit im Alter ist ein wachsendes Problem. Ein neues Projekt soll Senioren ohne Pflegegrad durch ehrenamtliche Besuche unterstützen.

„Die Mühlen mahlen langsam“, gibt Seniorenbeiratsvorsitzender Peter Oriwol unumwunden zu, spricht man ihn auf den Besuchsdienst „Zeit-Glück“ für Senioren an. „Zwischen Fasnacht und Ostern“ könne das Projekt starten, schätzt Oriwol. Bei „Zeit-Glück“ geht es darum, auf Vermittlung der Gemeindeschwestern plus Senioren zu besuchen, mit ihnen zu reden, spazieren zu gehen, zu spielen, zu singen oder ihnen vorzulesen.

Es braucht Zeit

Einsamkeit ist ein großes Thema unserer Zeit. Es betrifft alle – Menschen jeden Alters, jeder Schicht. Für einsame Senioren, die keinen Pflegegrad haben, also keine Unterstützung bei pflegerischer Betreuung oder Haushaltsführung erhalten, vielleicht auch ohne Verwandte oder Freunde dastehen, regten die Frankenthaler Gemeindeschwestern plus im Sommer beim Seniorenbeirat einen ehrenamtlichen Besuchsdienst an. Das Projekt mit dem Arbeitstitel „Zeit-Glück“ war geboren. Dass es mit der Umsetzung hapere, hänge an vielen Faktoren, sagt Oriwol auf Nachfrage. Ziel sei es, das Projekt nachhaltig zu gestalten und auf feste Füße zu stellen. Das brauche Zeit, denn alles laufe ehrenamtlich.

Zum einen arbeiteten die Gemeindeschwestern plus noch am Konzept für ihr Herzensprojekt – in ihrer Freizeit. Zum anderen möchte Peter Oriwol wissen, wie viele Ehrenamtler sich für einen Besuchsdienst melden. Zunächst sei es nur vorgesehen, dass Mitglieder des Seniorenbeirats diese Aufgabe schulterten. Doch Oriwol stellt sich einen offenen Zugang vor für alle, die freiwillig diesen Besuchsdienst leisten möchten – und auch dafür geeignet seien. „Ich hätte lieber mehr Leute, die eine Betreuung leisten wollen, als umgekehrt.“

Stadt ins Boot holen

Peter Oriwol würde gerne auch die Stadt „mit im Boot haben“. Das würde den offiziellen Charakter unterstreichen, erklärt er. Das könnte seiner Meinung nach viel mehr Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollten, animieren, sich einzubringen. Oriwol nennt das Stadtprojekt „Frankenthal 2035“. Er könne sich gut vorstellen, dass „Zeit-Glück“ hier in ein anderes sozial geprägtes Vorhaben einfließe.

Noch Fragen?

Interessierte können Kontakt zum Seniorenbüro der Stadt aufnehmen: Brigitte Sauer, Telefon 89-563, E-Mail an brigitte.sauer@frankenthal.de.

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