Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Dunkle Vorahnung der Eckbachtaler Trainer erfüllt sich

Simon Müsel (links, HSG) konnte sich nicht in die Torschützenliste eintragen.
Simon Müsel (links, HSG) konnte sich nicht in die Torschützenliste eintragen.

Oberligist HSG Eckbachtal unterliegt bei der TG Waldsee mit 28:36 (16:18). Den Unterschied machen die Torhüter und die Konsequenz im Abschluss.

Vor der Partie bei der abstiegsbedrohten TG Waldsee, die sich selbst als Hammel bezeichnen, hatte Gekkos-Co-Trainer Jochen Schloss bereits eine Vorahnung. Er meinte: „Wir können hier heute mit acht Toren verlieren oder aber auch als Sieger die Halle verlassen.“ Dass er am Ende mit seiner Voraussage mit der Niederlage recht behalten sollte, ärgerte ihn schon etwas.

Auch Trainer Georg Ebel, warnte vor der Partie: „Es ist ein Spiel ohne Harz, damit tun wir uns schon etwas schwerer.“ Am Ende wollte er dies allerdings nicht als Entschuldigung gelten lassen, vielmehr befand er, dass seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit Phasen durchlief, in denen sie die intensiv Partie auch für sich hätte entscheiden können: „Doch immer wenn wir gute Lösungen im Angriff fanden, hatten wir auch einiges an Wurfpech. Auch unsere Torhüter waren beide oftmals zur Stelle, doch irgendwie fand der Ball den Weg ins Tor, auch wenn sie dran waren. Am Ende hat Waldsee auch verdient gewonnen.“

Es geht gleich zur Sache

Das Trainergespann erinnerte vor dem Spiel an die Tatsache, dass die Gastgeber, die sich mitten im Abstiegskampf befinden, vor heimischer Kulisse regelmäßig über 30 Treffer erzielen. Bei den Gekkos musste Torhüter Simon Kalveram passen, für ihn rückte Nachwuchstorhüter Lukas Ebrecht nach, aus der zweiten Garnitur half Arthur Schalk bereits zum zweiten Mal in der Saison aus. Beide Mannschaften starteten schnell ins Spiel. Noch in der ersten Spielminute egalisierten die Hausherren den schnellen Gegentreffer zum 0:1 durch Eric Diehl umgehend.

Gekko-Torhüter Tobias Schipper und sein Gegenüber Nico Sesing durften sich mehrfach auszeichnen, so gelang den Gastgebern erst vier Angriffe später der erste Führungstreffer für die Hausherren. Maximilian Schreiber egalisierte von der Siebenmeterlinie umgehend. Aus einem Gegenstoß gelang Moritz Groß die abermalige Führung für die Ebel-Sieben, doch das 2:3 sollte die letzte Führung der HSG Eckbachtal gewesen sein. Zu oft verpassten es die Gekkos, gute Gelegenheiten in Tore umzumünzen. Die Hausherren, die sich mit allen Mitteln gegen den möglichen Abstieg wehrten, agierten mit einer aggressiven und vorgezogenen Abwehrformation, doch auch die Möglichkeit, sich in Überzahl gegen die TG Waldsee durchzusetzen, verpassten die Gekkos. Zwar gelang es, einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand (14:10, 16:12) bis zur Pause auf zwei Tore Unterschied zu reduzieren, doch auch nach dem Wiederanpfiff sollte der HSG Eckbachtal außer zwischenzeitlicher Ergebniskosmetik wenig gelingen.

Bundesligaprofi auf Heimatbesuch

In der Halbzeitpause spielte der aus Waldsee stammende Bundesligaprofi Dominik Claus (SG BBM Bietigheim) mit seinen Kindern auf der Platte etwas mit dem Ball. Er nutzte die Länderspielpause für einen Heimatbesuch. Nach dem Wiederanpfiff stellte das HSG-Trainergespann Nachwuchsmann Lukas Ebrecht zwischen die Pfosten. Auch wenn er einige Paraden zeigte, entschied Waldsees Nico Sesing das Torhüterduell für sich – allerdings erhielt er auch mehr Unterstützung seiner Hintermannschaft. So zogen die Waldseer, die sich nach diesem Erfolg vorerst auf einem Nichtabstiegsplatz befinden, nach dem Wiederanpfiff Tor um Tor davon.

Nach dem letzten Treffer mit dem Schlusspfiff durch den siebenfachen Torschützen Maximilian Schreiber zum Endstand von 28:36, kochten die Emotionen etwas über, was nach dem Abpfiff zwei Disqualifikationen nach sich zog. Bei den Hausherren traf es den sechsfachen Torschützen Elias Nowack, bei den Gekkos Julian Pozywio. Nach der Osterpause geht es am 12. April für die HSG darum, sich vor heimischer Kulisse vor ihren Fans gegen den TV Bodenheim zu verabschieden.

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