Fussball
DJK-Eppstein zieht ins Finale des Kreispokals ein
„Wir sind mit einer stark dezimierten Mannschaft angetreten. Aber wir haben gekämpft und konnten unsere Überlegenheit in der zweiten Halbzeit auch in Tore umwandeln“, berichtete der DJK-Trainer Stephan Krön nach dem Auswärtsspiel seiner Elf. „Der Platz, auf dem wir gespielt haben, war nicht der allerbeste“, merkte er noch an.
Nach einer torlosen ersten Spielhälfte, in der die Gäste 70 Prozent Ballbesitz hatten, aber noch keinen erfolgreichen Spielzug zeigen konnten, belohnte sich der A-Klassist in der 55. Minute. Nach einer tollen Kombination über drei Stationen erzielte Christopher Weiß mit einem schönen Schuss das 1:0 für die Eppsteiner. Die Führung war völlig verdient. Doch wie aus dem Nichts gelang B-Klassist Eisbachtal durch Patrick Schnell der Ausgleich – 1:1 (60.).
Zweiter Wind
Danach benötigten die DJK-Akteure fünf Minuten, um sich von der kalten Dusche zu erholen. Glück für die Gäste: Die SG Eisbachtal nutzte den Schwung durch den überraschenden Ausgleichstreffer nicht. Krön stellte daraufhin um und wechselte Marc Mannweiler ein. Und plötzlich bekam das Spiel der DJK den zweiten Wind. Mit seiner Schnelligkeit machte der Joker der Defensive des B-Klassisten arg zu schaffen. „Bei der SG Eisbachtal sind die Kräfte in den letzten 20 Minuten stark geschwunden. Es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis wir zu einem Torerfolg kommen würden“, urteilte Krön.
In der 73. Spielminute wurde Mannweiler schön von seinen Mitspielern freigespielt. Schuss, Treffer – die DJK führte 2:1 und befand sich damit auf der Siegerstraße. Pech für die Gastgeber: In der 85. Minute schoss der Offsteiner Adan Peci frei vor dem Eppsteiner Gehäuse über das Tor. Kurz vor Schluss machte Paul Schröder dann mit dem 3:1 (87.) den Halbfinalerfolg perfekt. Die DJK Eppstein darf somit vom „Pott“ träumen.
Reise in die eigene Vergangenheit
Am Samstag, 31. Juli, steigt das Finale. Für den Eppsteiner Coach wird das dann eine Reise in die eigene Vergangenheit. Denn das Endspiel um den Kreispokal der Saison 2020/21 findet auf dem Sportplatz des SC Alemannia Maudach statt. Dort hat Krön vor seinem Engagement bei der DJK Eppstein gewirkt. „Für mich ist das dann praktisch ein Heimspiel“, freut er sich. „Ich hatte eine sehr schöne Zeit bei der Alemannia und kenne da noch ganz viele Leute. Für mich gibt es keinen besseren Austragungsort.“
Finalgegner der DJK wird dann der B-Klasse-Konkurrent SV Obersülzen sein, der bereits am vergangenen Donnerstag mit einem 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen über die SG Edigheim den Endspieleinzug perfekt gemacht hat. „Die DJK Eppstein ist eine gute Mannschaft. Aber wir wollen den Pokal, und ich denke, dass es ein Spiel auf Augenhöhe geben wird“, sagte der Obersülzer Coach Sascha Gerber nach dem Halbfinalerfolg seines Teams. Ein Problem sei allerdings die Urlaubszeit. „Ich glaube nicht, dass alle Spieler dabei sein können“, befand Gerber.
„Keine Personalprobleme“
Wer am kommenden Samstag die Favoritenrolle innehat, darauf wollte sich der Eppsteiner Trainer Stephan Krön noch nicht festlegen: „Ich habe die Obersülzer nach der Corona-Pause noch gar nicht gesehen. Ich denke aber, dass sie für das Finale eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen werden. Ein Kreispokalendspiel ist ja schon etwas Besonderes.“
Dass er selbst Personalprobleme bekommen könnte, glaubt Krön indes nicht. „Diejenigen Spieler, die jetzt gefehlt haben, werden im Finale wieder dabei sein. Es werden nur unsere Langzeitverletzten fehlen“, sagte Krön. „Wir werden alles geben. Der Pokalsieg wäre für die Stimmung natürlich super.“