Frankenthal Die Suche nach der Konstanz

91-86374523.jpg

LAMBSHEIM. Die Fußball-Frauen von Eintracht Lambsheim kämpfen. Um neue Spielerinnen für die Damen- und Nachwuchsmannschaft, aber auch um ein besseres sportliches Abschneiden als in der abgelaufenen Kleinfeldsaison in der Bezirksliga Vorderpfalz 7er/9er. Auf lange Sicht peilt der Verein aber wieder an, eine Mannschaft auf dem Großfeld an den Start zu schicken.

Seit 2008 wird bei der Eintracht aus Lambsheim Frauenfußball betrieben. Damals gingen die B-Jugendspielerinnen geschlossen „nach oben“ und spielten ab sofort bei den Damen mit. Zwei Jahre lang durften sich die Nachwuchshoffnungen dort auf dem Großfeld probieren. Danach wurde es jedoch in Hinsicht auf die Anzahl der Spielerinnen und die sportlichen Leistungen recht inkonstant in Lambsheim. Nach der Saison 2010 spielte man zunächst auf dem Kleinfeld als sogenannte „Siebener-Mannschaft“, also als Team, das nur mit sieben Spielerinnen auf dem Kleinfeld aktiv ist. Im Folgejahr wurde dann auf neun Spielerinnen erhöht, nur um eine Saison später wieder auf sieben herunterzufahren. Schuld an dieser Inkonstanz ist laut Eintracht-Abteilungsleiter Marcus Bodensohn die große Fluktuation im Personalbereich. „Viele meinen, zu vermeintlich besseren Vereinen zu gehen, die Großfeld und vor allem höherklassig spielen als wir“, ärgert sich Bodensohn über die zu schnellen Wechsel mancher Spielerinnen. Auch in der abgelaufenen Runde ist das Thema Abwanderung in Lambsheim wieder großgeschrieben worden. Standen der Eintracht zu Saisonbeginn gleich 16 Aktive zur Verfügung, waren es bis zum Ende der Hinrunde lediglich noch elf. Und selbst da war ein sicherer Spielbetrieb nicht zwingend gegeben. „Wir hatten oft Probleme, überhaupt mit neun Spielerinnen anzutreten und haben deswegen meistens nur zu siebt gespielt“, erläutert Bodensohn unzufrieden. Damit einher ging eine unregelmäßige Trainingsbeteiligung der Lambsheimer Akteurinnen. Darin sieht Bodensohn auch einen der Hauptgründe für die kleinen Kader an den Spieltagen. Eintracht-Trainer Marc Fuxius, der zusammen mit Max Brandt und Gianfranco Leone vor knapp 18 Monaten die Mannschaft übernahm, pflichtet ihm bei: „Am Anfang war die Trainingsbeteiligung hoch, jetzt hat sie leider doch schon wieder deutlich abgenommen“, seufzt er. Eine Mädchen-Nachwuchsmannschaft sucht man in Lambsheim derzeit vergebens. Dabei sind gerade die Trainings- und Spielzeiten bei der Eintracht die große Konstante. „Trainiert wird immer montags und mittwochs von 19.30 bis 21 Uhr, und Spieltag haben wir zu Hause immer um 17 Uhr“, sagt Bodensohn nicht ohne Stolz, wohl wissend, dass es die Frauen in Sachen Fußball im Vergleich zu den Männern nicht immer einfach haben, sich durchzusetzen. Da Konstanz bei den Lambsheimerinnen aber eher ein Fremdwort zu sein scheint, fiel mit dem siebten und damit drittletzten Tabellenplatz auch die vergangene Saison dementsprechend ernüchternd aus. Fuxius sieht dennoch genügend Potenzial in seinen Schützlingen schlummern. „Mit dem positiven Torverhältnis von 34:32 sind wir zufrieden. Wir haben aber drei, vier Spiele gehabt, die wir unnötig verloren haben“, meint der Übungsleiter. In der nächsten Runde wollen die Lambsheimerinnen auf dem Kleinfeld mehr Punkte einfahren. Doch Fuxius verspricht, dass es das Ziel der Eintracht ist, „dass wir unseren Spielerinnen in zwei Jahren wieder anbieten können, Großfeld zu spielen“. Um das Spiel auf dem großen Feld garantieren zu können, würde sich eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein anbieten. Darüber haben natürlich auch schon die Eintracht-Verantwortlichen nachgedacht. Bei eventuellen Gesprächspartnern in Sachen Kooperation halten sich die Verantwortlichen der Eintracht aber noch bedeckt.

x