Frankenthal Die Heinzelmännchen kommen

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Warum muss man zur Arbeit oder in die Schule gehen? Und wie wäre es, wenn Heinzelmännchen klammheimlich nachts alles erledigen würden? Überraschende Antworten auf diese Fragen will das Kindermusical „Möppi & Co“ geben, das vom 12. bis 14. März in der Seniorenresidenz Frankenthaler Sonne aufgeführt wird. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Städtischen Musikschule und des Don-Bosco-Kinderchors Bobenheim-Roxheim. Ein Probenbesuch.

Warum der Mond dauernd Jetlag hat und warum die Sonne ein selbstverliebter Workaholic ist – dies und viel mehr beantwortet „Möppi & Co“ mit einem munteren Mix aus Spielszenen und Liedern. Rund 40 Akteure zwischen fünf und 16 Jahren sind bei dem Musical aktiv. Chorklasse und Schüler der Städtischen Musikschule machen genauso mit wie elf Kinder des katholischen Kinderchors Don Bosco, der 2004 gegründet wurde. Gestartet wurde das Projekt unter Leitung von Mechthilde Wieder-Fücks und Ulrike Draper von der Musikschule sowie Don-Bosco-Chorleiterin Cordula Menzinger-Bauer im Spätsommer. „Schule ist doof, Ferien sind schöner. Schule macht schlapp, ich schufte mich nicht ab“ – der schmissige Intro-Song führt gleich mitten hinein ins Geschehen: Auf der Bühne lümmeln sich fünf gelangweilte Kinder auf ihren Schulbänken. „Mist, auswendig lernen“, fluchen die Schüler über ihre neueste Hausaufgabe. Keiner hat Lust auf das Gedicht „Die Heinzelmännchen von Köln“ von August Kobisch. Da hat die Lehrerin eine rettende Idee: „Was wäre, wenn es Heinzelmännchen wirklich gäbe?“ Etwas zögerlich lassen sich die Kinder auf dieses Spiel ein und gehen in ihren Träumen auf Entdeckungstour. Ein meckerndes Mondschäfchen lotst die Jugendlichen in die Welt von Möppi & Co. Der Chef der Heinzelmännchen lässt die zipfelbemützte Mannschaft seiner Firma 007 222 ausschwärmen zum nächtlichen Arbeitseinsatz. „Wir sind die Größten“, singen die fünf munteren Gesellen im Chor. Den schwungvollen Sound zum Heinzelmännchen-Song, sieben weiteren Chorliedern und Soloeinlagen liefert eine fünfköpfige Band aus den beiden Musikschülerinnen Jana Faller (Querflöte) und Muriel Demessier (Oboe), unterstützt von Olli Weisrock (Schlagzeug), Rolf Discher (Keyboard) und Max Mayer (Trompete) sowie drei Profi-Musikern aus Mainz. Noch sind die Übergänge und Einsätze nicht ganz rund, noch stellt das Singen zu Live-Musik besondere Herausforderungen an die jungen Darsteller. Doch Chorsänger und Musikschüler sind mit Begeisterung bei der Sache. Die Handwerkerszenen erfordern überdies noch schauspielerischen Einsatz. Doch bis zu den drei Aufführungen zwischen dem 12. und 14. März ist ja auch noch etwas Zeit. Warum müssen Menschen arbeiten, warum gibt es unterschiedliche Gewerke, und wie ist das mit dem Geldverdienen und dem heiß ersehnten Feierabend? Diesen Fragen soll sich Streberin Julia in ihrem Aufsatz „Vom Sinn der Arbeit“ widmen. Dabei gerät sie auf die Spur der Heinzelmännchen. Doch auch bei denen ist nicht alles eitel Sonnenschein. Denn wenn es gilt, Brötchen zu backen, Kleider zu nähen und sogar ein ganzes Haus fertig zu bauen, machen die Tücken der Arbeitswelt auch vor ihnen nicht halt. „Klopf, klopf, klopf, den Nagel auf den Kopf“, singen die fleißigen Handwerker noch etwas zaghaft, und die Schneiderinnen in ihren bunten Gewändern (Kostüme: Martina Reitz) begutachten ihre Näharbeit an der Puppe. Doch nicht nur die Bäcker sind nach getaner Arbeit hundemüde. Weil Bäcker immer müde sind von ihrer vielen Arbeit und Schneider vom Nähen einen krummen Rücken bekommen, wollen sie mehr Lohn und mehr Freizeit. Und so ist es im Himmel wie auf Erden. Termin Kinder-Musical „Möppi & Co. – 007 222, die Heinzelmännchen GmbH“, Aufführungen am Samstag, 12., und Sonntag, 13. März, im Veranstaltungssaal der Pro-Seniore-Residenz Frankenthaler Sonne, Mahlastraße 14 (Eingang Außentreppe). Beginn jeweils 16 Uhr. Karten zu zwei Euro gibt es im Vorverkauf bei der Städtischen Musikschule, Telefon 06233 4548. Die Aufführung für Grundschulkinder am Montag, 14. März, ist bereits ausverkauft.

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