Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der Vorsprung soll wachsen

Am Sonntag zu Gast in Waldsee: Trainer Philip Rogawski und die HSG Eckbachtal.
Am Sonntag zu Gast in Waldsee: Trainer Philip Rogawski und die HSG Eckbachtal.

Sieben Spieltage gilt es für die HSG Eckbachtal noch zu überstehen, um dann hoffentlich in der neu zu gründenden Oberliga an den Start zu gehen.

Aktuell sollte es in der Liga der Tiernamen nicht wenige Vereine mit Namen aus dem Tierreich kokettieren, dem Teufel zugehen, sollte dies nicht gelingen. Panther, Vorderpfälzer Luchse, Nordpfälzer Wölfe, Südpfalztiger, es geht tierisch zu in der Liga.

Sonntag, 18 Uhr, Rheinauenhalle Waldsee, gilt es für die Eckbachtaler Gekkos gegen die Gastgeber der TG Waldsee in der Fremde zu bestehen. Den mit 25:21 recht knappen Heimspielerfolg blendet Übungsleiter Philip Rogawski aus, „Ja, wir gewannen daheim, doch unser Anspruch muss es sein, auch dort zu bestehen.“ Die TG Waldsee ist dafür bekannt eine proppenvolle Halle zu stellen, nicht wenigen jungen Spielern auf Gästeseite versagten dort schon die Nerven. Rogawski wird sich allerdings einiges einfallen lassen, um seine Mannschaft auf diese Stimmung einzustellen.

Zuletzt erhielt sie selbst einiges an Zuspruch von den Fans in der eigenen Halle, auch wenn sich die Gekkos in den letzten Spielen oft auf die zweite Spielhälfte verließen, durften sie sich über Unterstützung von den Rängen freuen. Übungsleiter Rogawski würde sich ebenso wie seine Mannschaft über diese Anfeuerung in der Fremde freuen, „Auch wenn es auf dem Spielfeld, durch die eigene Konzentration auf die Aufgaben, irgendwie gedämmt anhört, spüren meine Jungs die Unterstützung schon.“

Diese Unterstützung soll gern auch das ein oder andere Prozent an Leistung aus den Spielern mehr herauskitzeln – es klingt profan, aber der Applaus ist des Künstlers Lohn, dies gilt auch im Amateursport. Bei den Gastgebern aus Waldsee nahm man den Heimweg in der Hinrunde trotz der Auswärtsniederlage dennoch mit positiver Stimmung, denn die TG klagte über nicht wenige Ausfälle und sah sich lange auf Augenhöhe.

HSG-Übungsleiter Rogawski möchte den Erfolg vor heimischer Kulisse nicht nur auf die Ausfälle seitens der TG Waldsee sehen, vielmehr möchte er diesen in der Fremde bestätigen. Die weiterhin geltende, wenn auch unausgesprochene Zielvorgabe lautet Mannschaftsintern noch immer, „den Gegner unter 25 Treffer zu halten, dann gewinnen wir von ganz allein“ Das gelang in den vergangenen Spielen zwar nicht, gewonnen hat man aber dennoch – und der Erfolg gibt nun mal recht, so eine mindestens genauso alte Binsenweisheit unter Handballern.

Doch dies alles interessiert Rogawski mit Recht nur am Rande, möchte er doch vielmehr die Form aus der Hinrunde, in der seine Mannschaft sich nicht ohne Grund auf den zweiten Tabellenrang kämpfte, bestätigen. Dies gelang bis auf den Rückrundenauftakt nur zu gut, einzig die ersten 30 Spielminuten aus den letzten beiden Spielen dürften aus Sicht des Trainers sicherer gestaltet sein. Gastgeber Waldsee, die mit Elias Nowack und Moritz Bredehöft zwei sichere Schützen in ihren Angriffsreihen verfügen, sowie einem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 13:13 Zählern aktuell Rang Sieben in der Tabelle einnehmen, muss wenigstens diesen Tabellenrang verteidigen. Gelingt ihnen dies, dürften sie den Gang in die neu zu gründende Oberliga zwischen den Verbänden Rheinhessen und Pfalz beschreiten.

Zwar verfügen die Eckbachtaler Gekkos bei aktuell 19:7 Punkten und Rang drei im Tableau über etwas Vorsprung, doch rechnerisch ist die neue Liga noch nicht gesichert. Trainer Rogawski wird seine Mannschaft ganz sicher daran erinnern, die letzten Prozente herauskitzeln. Zuletzt dominierte sie jeweils die zweiten Spielhälften und sicherte sich so deutliche Erfolge. Doch Rogwaski hofft, dass seine Mannschaft endlich von Beginn beweist, wozu sie in der Lage ist. Fehlen werden ihm bei der Aufgabe gewiss Simon Müsel (Urlaub) und mit Silas Rogawski, Felix Noll und Max Dietrich meldete sich zudem ein erkranktes Trio ab. Dennoch weiß er um die Breite und Stärke seines Kaders, sodass es ihm keinesfalls bange vor den nächsten Spielen wird.

Spannend wird es, wie er für die kommenden Spiele bei Laune hält, denn nach dem Duell gegen die Waldsee haben die Gekkos zweimal 14 Tage Pause zwischen ihren Spielen, der Wettkampfrhythmus wird also unterbrochen. Doch dank der vielen Alternativen bei den Gekkos hat er sicher einige Ideen, um seine Jungs im Rhythmus zu halten.

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