Frankenthal Der Lohn fürs fleißige Üben

Violine und Klavier: Mircea Constantin Cimpeanu und Thea Gomarteli.
Violine und Klavier: Mircea Constantin Cimpeanu und Thea Gomarteli.

136 Talente aus der ganzen Vorderpfalz haben sich am Wochenende in Ludwigshafen den Prüfungen beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ gestellt. Die Sechs- bis 18-Jährigen zeigten in der Musikschule ihr Können – unter ihnen die zehn-jährige Sofie Pfeufer und andere junge Musiker aus Frankenthal.

Ein Vorspiel folgt dem nächsten am Samstag und Sonntag. Jeder Teilnehmer hat seinen festen Termin. „Je nach Altersgruppe dauert der einstudierte Vortrag sechs bis 20 Minuten“, sagt Angela Bauer, Leiterin der Musikschule Ludwigshafen. „Die Wertungskategorien wechseln von Jahr zu Jahr.“ Das sei der Grund, warum es mit 136 diesmal deutlich weniger Teilnehmer als 2017 gibt, als 200 Jungen und Mädchen mitmachten. „Da war auch die Kategorie Solo-Klavier mit dabei.“ Für Orgel waren dagegen diesmal nur fünf Kinder angemeldet. Ausgeschrieben war der Wettbewerb in den Kategorien Holz- und Blechblasinstrumente, Gitarre und Orgel. Dazu Klavier vierhändig und als Duo von Klavier und Streichinstrument. Mit ihrer Querflöte ist Sofie Pfeufer in Begleitung ihrer Mutter aus Frankenthal gekommen. Seit einem Dreivierteljahr hat die Zehnjährige fast jeden Tag für diesen Auftritt geübt, erzählt sie. Seit fünf Jahren spielt sie Querflöte. „Das Instrument hat sie sich selbst ausgesucht“, bestätigt die Mutter. „Ich habe vor drei Jahren schon mitgemacht und damals den ersten Preis gewonnen“, berichtet Sofie und erwartet ein gutes Ergebnis. Im Kammermusiksaal sitzen 20 Zuhörer – Kinder, Eltern, Großeltern – und lauschen aufmerksam. Direkt vor Sofie ist Sophia Herrmann aus Otterstadt an der Reihe. Auch die Neunjährige spielt Querflöte. Sie ist das erste Mal dabei. Ihre Stücke hat auch sie fleißig geübt. „Das war ganz gut“, ist sie mit ihrem Auftritt zufrieden. Danach ist Sofie dran. Erst stellt sie sich auf der Bühne vor und nennt ihre Musikauswahl. Dann fängt sie – vom Klavier begleitet – zu spielen an. Jeder merkt, dass sie ihr Repertoire drauf hat. Auch die vier Juroren, die in der ersten Reihe vor ihr sitzen. Als sie fertig ist, klatschen die Zuhörer. „Es hat alles ganz gut geklappt“, sagt Sofie. Die Bewertung des Preisgerichts werden die Kinder erst am Nachmittag erfahren. Sofie wird es auf 18 Punkte bringen, die ihr einen zweiten Preis sichern. „Beurteilt werden neben der Technik die Intonation und Interpretation der Stücke. Auch die Harmonie im Zusammenspiel“, nennt Musikschul-Leiterin Bauer einige Kriterien. „Die Juroren sind in der Regel Berufsmusiker und kommen von außerhalb. Lehrer der Musikschule sind nicht dabei, um Konflikte zu vermeiden“, macht sie deutlich. Den Preisträgern winken neben Urkunden kleine Geldbeträge. „Es wird motivierend bewertet“, nennt Bauer das Ziel, dass kein Kind frustriert nach Hause gehen soll. Wie sie weiß, sind oft nicht die Eltern die Quelle des Ehrgeizes, sondern die Jugendlichen selbst. Für sehr gute Leistungen lockt die Teilnahme am Landeswettbewerb. An diesem haben die Schwestern Lisa und Emily To aus Ludwigshafen schon in den Vorjahren teilgenommen. Heuer spielt die zwölfjährige Emily am Klavier im Duett mit der 16-jährigen Lisa an der Violine. „Wir waren sehr nervös heute, es lief aber trotzdem gut“, sagen beide. Den Landeswettbewerb können die Schwestern wohl fest im Kalender eintragen. Gewinner Acht Kinder aus Frankenthal und Umgebung waren bei Regionalwettbewerben von Jugend musziert in Ludwigshafen, Worms und Mannheim erfolgreich: Auf der Querflöte holte Leonie Sophie Marton aus Beindersheim einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb, Elisabeth Hoffmann aus Heßheim und Natasha Spies aus Lambsheim machten erste Preise, Paul Sittsamstein aus Frankenthal, Susanne Brischler aus Frankenthal und Sofie Pfeufer aus Frankenthal sicherten sich zweite Preise, Lena Zimmermann aus Frankenthal einen dritten; auf der Gitarre holte Timo Leckel aus Frankenthal einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; auf dem Klavier machte Alessia Antonia Dan aus Frankenthal einen ersten und Niklas Hafke aus Frankenthal einen zweiten Preis. Außerdem erfolgreich waren Kinder aus der weiteren Umgebung, die die Frankenthaler Musikschule besuchen: Karlsson Schick aus Freinsheim (Fagott), Timon Stemberg aus Worms (Oboe) und Anouk Sommer aus Mannheim (Querflöte) holten erste Preise mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb; Josua Hörner aus Lampertheim (Trompete) machte einen ersten Preis; Eleonore Oestreich aus Ludwigshafen (Querflöte), Johanna Schulte aus Ludwigshafen (Violine), Florian Schule aus Ludwigshafen (Klavier) und Caitlin Breen aus Ludwigshafen holten zweite Preise.

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