Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der Galaabend des Timo Kluzik

Erzielte in Waldsee zwölf Tore: Timo Kluzik.
Erzielte in Waldsee zwölf Tore: Timo Kluzik.

Vor dem Spiel bei der TG Waldsee gab HSG-Trainer Rogawski die Devise aus, sich auf sich selbst zu konzentrieren und die Stimmung von den Rängen auszublenden. Es gelang.

Doch auch die HSG Eckbachtal hatte Unterstützung mitgebracht. Und auch wenn diese in der Unterzahl waren, durften sie sich am Ende über den nächsten Erfolg ihrer Gekkos freuen. Nicht wenige Zuschauer sprachen beim Verlassen der Halle von einem wahren Schützenfest, welches die beiden Mannschaften veranstalteten, beim 36:33 (18:16)-Auswärtserfolg durften sie so in nur 60 Minuten 69 Treffer mit ansehen.

Wenn denn nun von einem Schützenfest gesprochen werden darf, dann darf sich Timo Kluzik von den Gekkos verdient Schützenkönig nennen, denn mit zwölf Treffern bei vierzehn Versuchen war er mit Abstand der erfolgreichste Torschütze des Abends. Doch es war nicht nur der Abend des Timo Kluzik, vielmehr bewiesen die Gekkos vor allem in der Schlussviertelstunde wieder ihre Qualitäten. Denn auch wenn beide Mannschaften zunächst mit hohem Tempo nach vorne und auch in der Abwehr mit anstrengenden Formationen starteten, war die Rogawski-Sieben in den letzten 15 Minuten noch in der Lage nachzulegen, während die Hausherren jetzt dem hohen Tempo Tribut zollen und mitansehen mussten, wie sich die Gekkos auf 31:28 absetzten. Diesen Vorsprung gab die HSG bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Übungsleiter Rogawski wusste nach dem Spiel die Lage noch nicht so ganz einzuschätzen, „Klar freue ich mich über die beiden Punkte, doch ich erkannte dennoch auch Schwächen bei meiner Mannschaft, die wir unter der Woche nochmals durchsprechen sollten. Der Innenblock war grandios, doch auf den halben da passierte mir zu viel.“

Dem Übungsleiter war dennoch die Freude aus dem Gesicht abzulesen, vor dem Spiel wirkte er noch deutlich verkrampfter, warnte er doch vor der Schwere der Aufgabe. Er freute sich über jede gelungene Aktion seiner Jungs an der Bande mit. Misslang einmal etwas, war auch dies ihm anzusehen. Auch wenn die Gekkos mit 33 Gegentreffern über ihrem eigenen Durchschnitt lagen, waren sie aus dem Spiel heraus nur selten zu bezwingen. Im Kleinverbund hatten sie meist Erfolg, einzig bei einigen 1:1-Situationen und bei spontanen Würfen aus dem Rückraum hatten sie das Nachsehen.

Doch wenn der Angriff so gut ist, darf darüber hinweggesehen werden. Im Angriffsspiel wusste neben Timo Kluzik vor allem Maximilian Schreiber zu gefallen. Wenn er in seiner eigenen Art und Weise mit hohem Tempo auf die Abwehr zog, wusste diese selten ein Gegenmittel, am Ende kam er auf sieben eigene Treffer und nicht selten legte er auf Kluzik ab. Als sicherer Siebenmeterschütze bewies sich Jochen Schloss, er behielt bei allen seinen sechs Versuchen gegenüber den sich abwechselnden Torhütern der Gastgeber die Oberhand. Nach der Pause kamen die Gekkos zunächst gut ins Spiel, stellten gar auf 17:20. Doch nun kam eine kurze Phase der Unkonzentriertheit bei den Gekkos auf, diese wussten die Hausherren für sich zu nutzen und gingen nun selbst in Führung.

Doch dann war da ja noch die Schlussviertelstunde. Durch den Erfolg bleibt die HSG Eckbachtal, die sich jetzt in eine einwöchige Spielpause gönnt, ehe sie zur fünftplatzierten HSG Kaiserslautern in die Westpfalz reist. Mit 21:7 Zählern auf Rang drei und damit weiterhin in Lauerstellung auf die Vizemeistermeisterschaft.

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