Frankenthal Delegation reist an

Placeholder-Image

Der Bürgerempfang am 26. Oktober als Termin für die Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zwischen Frankenthal und dem italienischen Rosolini steht: Der im Juni gewählte Bürgermeister von Rosolini, Giuseppe Incatasciato, hat in einem Brief an seinen Frankenthaler Kollegen Martin Hebich (CDU) seine Teilnahme bestätigt, wie die Stadt mitteilt.

Europa“ sei das Thema des Bürgerempfangs. „Mit einer Städtepartnerschaft wäre der Beitrag der italienischen Bürger während der Nachkriegszeit gewürdigt und gleichzeitig ein Zeichen zur europäischen Einheit in der heutigen politischen Lage gesetzt“, wird OB Hebich in der Pressemitteilung zitiert. „Migration führt Menschen zusammen. Mit einer Städtepartnerschaft stehen wir gemeinsam gegen Ausgrenzung und für Solidarität und für eine weltoffene Haltung.“ Aus Rosolini kam der Großteil der Frankenthaler Gastarbeiter nach 1958. Mit ihrer Arbeit in Unternehmen wie der KSB AG oder der ehemaligen Pegulan hätten sie zum Wiederaufbau der im Krieg weitgehend zerstörten Stadt beigetragen. Dass der Wunsch zur Partnerschaft aus der Bürgerschaft selbst komme, sei wichtig für das Funktionieren der Partnerschaft, die „nur von Menschen zum Leben erweckt und am Leben gehalten werden kann“, betont Hebich. Frankenthal hat bisher drei Partnerstädte: seit 1958 das französische Colombes, seit 1990 die ehemaligen DDR-Stadt Strausberg nahe Berlin und seit 1991 das polnische Sopot. Die Gespräche mit dem sizilianischen Rosolini laufen schon seit 2013, angeregt durch den damaligen Bürgermeister Corrado Calvo. Sein Nachfolger Incatasciato wurde von einem Bündnis aus vier Listen unterstützt (Giovani Rosolinesi, Partito Democratico, Piazza Civica und Ökobewegung „La Nostra Terra“). Die Einzelheiten für den Besuch der italienischen Delegation sollen ab September auf Verwaltungsebene besprochen werden – im August stehen in Italien traditionell alle Räder still. Ein Gegenbesuch einer Frankenthaler Delegation ist für das Frühjahr 2019 geplant.

x