FRANKENTHAL Coronavirus: Was derzeit erlaubt ist und was nicht ...

Schon seit Mitte März gesperrt: Spiel- und Sportanlagen wie der Bewegungsparcours im Metznerpark.
Schon seit Mitte März gesperrt: Spiel- und Sportanlagen wie der Bewegungsparcours im Metznerpark.

Der Wetterbericht verspricht ein Frühlingswochenende mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen. Trotzdem gelten ja weiterhin die Regeln des Landes, die eine rasante Verbreitung des neuartigen Coronavirus bremsen sollen. Was drinnen und draußen erlaubt ist und was nicht – eine Übersicht zu den wichtigsten Fragen und Antworten.

Erst mit der jeweils aktuellen Lage angepassten Allgemeinverfügungen der Stadtverwaltung, inzwischen mit einer Verordnung des Landes ist für Frankenthal und alle anderen Kommunen in Rheinland-Pfalz festgelegt worden, wie ein ungebremstes Fortschreiten von Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 verhindert werden soll. Die wichtigsten Aspekte im Überblick:

Ist es denn erlaubt, in der kommenden Zeit mit Freunden und Bekannten das Frühlingswetter im Freien gemeinsam zu genießen?
Nein, die klare Aussage in der Landesverordnung lautet: „Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person und im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands zulässig.“ Das heißt: Nur wer aus einem Haushalt kommt, darf mit mehr als zwei Leuten draußen unterwegs sein. Generell gilt: Zu Fremden ist – sofern möglich – ein Mindestabstand von anderthalb Metern zu halten.

Joggen oder Radeln – wie sieht’s mit Sport an der frischen Luft aus?
Sportanlagen – ob privat oder öffentlich – sind derzeit ja alle geschlossen. Insofern bleibt nur die Laufrunde oder die Fahrradtour, um sich bis zum derzeit noch nicht absehbaren Ende der Corona-Krise fitzuhalten. Für dieses Training gilt analog zum sonstigen Aufenthalt im Freien: mit Sicherheitsabstand maximal zu zweit oder mit Menschen aus dem eigenen Hausstand.

Der 80. Geburtstag der Oma steht an und soll zu Hause groß gefeiert werden. Ist das denn möglich?
Leider nein, da hilft nur Nachfeiern, wenn alles vorbei ist. Sinn der aktuellen Kontaktbeschränkungen ist ja in erster Linie, die Übertragung des Coronavirus von Mensch zu Mensch zu erschweren – da wäre eine große Familienfeier ein zu großes Risiko. Zumal Fachleute gerade ältere Menschen zu jenen Personengruppen zählen, die von einem besonders schweren Verlauf der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 betroffen sein können.

Ist denn zumindest ein kurzer Besuch bei Angehörigen möglich, die derzeit im Krankenhaus sind oder in einem Pflegeheim leben?
Die Stadtklinik lässt wegen der Infektionsgefahr bis auf Weiteres keine externen Besucher ins Krankenhaus. Zutritt bekommt nur, wer eine Ausnahmeberechtigung vorweisen kann. Das Land hat für Pflegeeinrichtungen am Mittwoch ein generelles Betretungs- und Besuchsverbot erlassen. Heime in Frankenthal hatten solche Regelungen mit Verweis auf das Ansteckungsrisiko schon vorher eingeführt.

Wie sieht es mit der Versorgung mit Lebensmitteln aus?
Die ist gesichert: Geschäfte, die Waren des täglichen Bedarfs im Sortiment haben, dürfen weiter öffnen. Auch der Wochenmarkt – in Frankenthal besonders wichtig – findet weiterhin dienstags und freitags statt. Aber: Es gelten für den Einkauf besondere Hygiene-, Einlass- und Abstandsregelungen, auf deren Einhaltung Geschäftsinhaber zu achten haben. Geöffnet sind weiterhin auch Apotheken, Postfilialen, aber auch Tankstellen Drogerien sowie Garten- und Baumärkte.

Die Kinder nerven und müssten sich mal ordentlich austoben. Ist es erlaubt, sie eine Runde auf den Spielplatz zu schicken?
Auch hier aus Gründen des Infektionsschutzes ein klares Nein. Die Spielplätze sind ebenso tabu wie Bolzplätze und der Skaterparcours im Pilgerpfad.

Wie lange sollen die Kontaktbeschränkungen, das Veranstaltungsverbot und die Schließung kultureller Einrichtungen eigentlich dauern?
Schwer zu sagen, im ersten Schritt gilt die entsprechende Verordnung des Landes bis einschließlich Sonntag, 19. April.

An wen soll ich mich wenden, wenn ich typische Symptome für eine Infektion mit dem Coronavirus habe – beispielsweise Fieber oder trockenen Husten?
Nach dem Kontakt mit dem Hausarzt oder einem Anruf bei der Nummer des kassenärztlichen Notdienstes (116 117) ist für Frankenthal und die Gemeinden des nördlichen Rhein-Pfalz-Kreises die Hotline der Fieberambulanzen der richtige Anlaufpunkt. Sie ist Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, unter 06233 771-3232 erreichbar. Rund um die Uhr geschaltet ist die Hotline des Landes unter der Nummer 0800 9900400.

Lebensmittelgeschäfte haben weiter geöffnet – dort gelten allerdings besondere Abstands- und Hygieneregeln.
Lebensmittelgeschäfte haben weiter geöffnet – dort gelten allerdings besondere Abstands- und Hygieneregeln.
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