Frankenthal Coronavirus: Stadt und Lionsclub sagen Veranstaltungen ab

Stadt und Serviceclub berufen sich bei ihren Entscheidungen auf die Empfehlung des staatlichen Robert-Koch-Instituts.
Stadt und Serviceclub berufen sich bei ihren Entscheidungen auf die Empfehlung des staatlichen Robert-Koch-Instituts.

Das Coronavirus fegt am kommenden Wochenende den Frankenthaler Veranstaltungskalender leer: Der Lions-Club hat wegen der Infektionsgefahr sein für Samstagabend geplantes Jubiläumsfest abgesagt und will es im zweiten Halbjahr nachholen. Die Stadtverwaltung verzichtet auf die Sportlerehrung, das internationale Frauenfrühstück und die Feierstunde mit Ehrungen und Einbürgerungen.

Angesichts der Gefahr, das Virus weiter zu verbreiten, sei Vorsicht geboten. Das ist für Lions-Präsident Theo Wieder der Hauptgrund für die am Donnerstagmorgen „schweren Herzens“ getroffene Entscheidung, die Feier zum 50-jährigen Bestehen des Clubs im Congress-Forum abzusagen und auf einen späteren Termin zu verschieben. Wieder: „Wir haben mit dem Robert-Koch-Institut, dem Gesundheitsamt, der Verwaltung und der Stadtklinik gesprochen. Alle haben uns dringend empfohlen abzusagen.“

Er sehe sich und seine Mitstreiter im Serviceclub auch mit Blick auf die Frage der Gesamtforderung gefragt, betont Wieder: Dem Vermeiden von Großveranstaltungen komme beim Eindämmen der Infektionskette eine Schlüsselfunktion zu, hält der Lions-Präsident fest. Natürlich sei die kurzfristige Absage schade, weil die Vorbereitungen für das Benefizkonzert, bei dem zahlreiche Frankenthaler Künstler ohne Gage auftreten sollten, bereits seit einem Jahr liefen. „Aber in einem Angstklima hätten wir dann vielleicht auch nicht die schöne Party erlebt, die wir uns alle gewünscht haben“, verdeutlicht Wieder.

Tickets bleiben gültig

Die wichtigste Botschaft aus Sicht des Präsidenten: Alle bereits gekauften Tickets behalten auch für einen möglichen Nachholtermin ihre Gültigkeit. Derzeit liefen die Gespräche mit Bands und Künstlern für eine Verschiebung des Ganzen ins zweite Halbjahr. Natürlich müsse dann, so Wieder, auch das Congress-Forum frei sein. Die am Wochenende geplante Übergabe der Jubiläumsspenden in einer Gesamthöhe von 50.000 Euro soll in den nächsten Wochen „in geeignetem Rahmen“ stattfinden.

Die Stadtverwaltung hat sich ebenfalls am Donnerstag dafür entschieden, angesichts einer möglichen Corona-Epidemie in den kommenden Tagen auf drei Veranstaltungen zu verzichten. „Diese müssen nicht unbedingt zum jetzigen Zeitpunkt stattfinden.“ Betroffen von den Absagen sind die Sportlerehrung am Samstag, das Internationale Frauenfrühstück am Sonntag und die Feierstunde mit Ehrungen und Einbürgerungen am Montag.

Alternativen im Blick

Die Verwaltung folge damit „den Prinzipien der Risikoeinschätzung und den offiziellen Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts“, die eine weitere Verbreitung der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 verhindern sollen. „Schweren Herzens und mit großem Bedauern müssen wir diese beliebten Veranstaltungen verschieben. Im Sinne unserer Fürsorgepflicht sehen wir uns leider zu diesem Schritt gezwungen“, zitiert die Stadt Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) in ihrer Mitteilung.

Über die Absage oder Verschiebung weiterer Veranstaltungen werde jeweils aktuell entschieden. Kriterien seien unter anderem die weitere Verbreitung des Coronavirus, die Größe und Art der Veranstaltung sowie die Zusammensetzung der Teilnehmer, erläutert die Stadt. Ideen, wann die jetzt abgesagten Termine nachgeholt werden könnten, gebe es schon: Die Sportlerehrung soll voraussichtlich gemeinsam mit der Sportabzeichenverleihung am 9. Mai stattfinden. Für die Feierstunde habe man Montag, 22. Juni, vorgesehen. Für das Frauenfrühstück gebe es ein Alternativangebot anlässlich des Internationalen Festes am 4. Oktober.

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