Frankenthal
Coronavirus: Land will trotz hoher Zahlen nicht eingreifen
Nach dem Höchststand der zurückliegenden zwei Monate am Mittwoch ist die auf 100.000 Einwohner berechnete Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag trotz acht neuer Fälle von 77,9 auf 71,8 gesunken. Frankenthal ist damit aber landesweit nach wie vor die Kommune mit dem höchsten Wert. Die Landesregierung in Mainz reagiert darauf allerdings gelassen: „Aktuell werden keine weitergehenden Maßnahmen als notwendig angesehen“, erklärt ein Sprecher des Fachministeriums.
„Wir behalten dies im Blick“
Bei aller Zurückhaltung; wachsam bleiben die Mainzer dem Sprecher zufolge: „Wir behalten dies jedoch im Blick.“ Die Landesregierung verfolge die Inzidenzwerte und das Infektionsgeschehen in den Kommunen genau, heißt es auf Anfrage aus dem Ministerium. „Dazu stehen wir auch in Kontakt mit der Stadtverwaltung.“ Für „grundsätzlich möglich“ hält es das Land, dass Kommunen, ergänzend zur derzeit gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung, eine auf die Lage vor Ort zugeschnittene Allgemeinverfügung erlassen. Befürworten würde es das Ressort zumindest zum jetzigen Zeitpunkt aber wohl nicht.
Neue Fälle: Vor allem Ungeimpfte
Anders als in Worms, wo Behörden etwa die Hälfte neuer Corona-Fälle sogenannten Reiserückkehrern zuordnen, trifft das bei den Frankenthaler Neuansteckungen nur vereinzelt zu. Unter den gut 40 positiv auf Sars-CoV-2 Getesteten war nach Angaben des Gesundheitsamts Ludwigshafen ein durchgeimpfter Bürger und ein Betroffener, der bislang eine Impfdosis erhalten hatte. Alle anderen seien ungeimpft, bestätigte die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises.