Frankenthal
Coronavirus: Inzidenz steigt auf landesweiten Spitzenwert von 176,4
Neun weitere Fälle hat das Landesuntersuchungsamt am Dienstagnachmittag gemeldet. Damit gibt es in der Stadt derzeit 145 akute Ansteckungen mit dem Erreger Sars-Cov-2. Was die Ursache der aktuell rasanten Entwicklung in Frankenthal angeht, sagt das fürs Stadtgebiet zuständige Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises auf RHEINPFALZ-Anfrage: Es gebe zum einen Fälle in mehreren Kitas, auf die mit Reihentestungen reagiert worden sei. Zum anderen gebe es viele Ansteckungen innerhalb von Familien, aber auch einige Einzelfälle.
Mehr Tests, mehr Infizierte
Ganz grundsätzlich hält ein Sprecher der Kreisverwaltung fest, dass auch vermehrtes Testen die Frankenthaler Zahlen nach oben treibe: „Je mehr getestet wird, desto mehr infizierte Personen insbesondere asymptomatische werden entdeckt. Dies führt zwar kurzfristig zur Erhöhung der Inzidenz, dient mittelfristig aber dazu, der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken.“ Inwiefern sich das Infektionsgeschehen in der Region gegenseitig beeinflusst, ist offenbar schwer zu sagen. Klar sei nur: „Ein Austausch von Infektionen findet immer dort statt, wo es Kontakte gibt.“ Und die hätten Frankenthaler natürlich auch außerhalb ihres Wohnorts.
Weitere Fälle in Kitas
Von einer ganzen Reihe von Infektionen betroffen sind aktuell zwei Kindertagesstätten: In der protestantischen Kita der Zwölf-Apostel-Kirche sind nach Auskunft von Dekanin Sieglinde Ganz-Walther am Dienstag noch einmal zwei positive Tests bei Kindern aus der vergangene Woche veranlassten Reihentestung dazugekommen. Zwei weitere Ansteckungen seien der Kita von Eltern gemeldet worden. Dort sind insgesamt sieben Kinder und zwei Mitarbeiter betroffen. In der Kita der Versöhnungskirche sind zu den bekannten Infektionen bei 14 Kindern und fünf Erzieherinnen keine weiteren Fälle aufgetaucht, teilte Ganz-Walther mit.