Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Coronavirus: Die meisten Frankenthaler Betriebe halten sich an Regeln der Allgemeinverfügung

Beamte des Kommunalen Vollzugsdienstes am Montag auf ihrer Runde – hier bei einem Fitnessstudio im Frankenthaler Süden.
Beamte des Kommunalen Vollzugsdienstes am Montag auf ihrer Runde – hier bei einem Fitnessstudio im Frankenthaler Süden.

Am Montagmittag ist die wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus in Teilen deutlich verschärfte Allgemeinverfügung der Stadt in Kraft getreten, nach der in Frankenthal unter anderem das Kino, Spielhallen, Bars und Fitnessclubs schließen mussten. Der „Großteil der Betriebe“ sei um 12 Uhr zu gewesen, berichtet Stadt-Pressesprecherin Xenia Schandin von Kontrollen des Kommunalen Vollzugsdienstes.

Die eine oder andere Spielhalle sei noch geöffnet gewesen, als die Leute vom Ordnungsamt ihren Rundgang in der Innenstadt gemacht hätten, sagt Schandin. Bei den Gaststätten und Restaurants gebe es offenbar noch eine gewisse Unsicherheit bei der Umsetzung der Regeln. Dort ist vorgeschrieben, dass sich nie mehr als 75 Personen gleichzeitig aufhalten dürfen. Außerdem muss zwischen den maximal mit vier Gästen besetzten Tischen ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden.

Fragen der Wirte beziehen sich darauf, aber auch auf die Handhabung der Regeln in Freisitzen. Auch welcher gastronomische Betrieb nun tatsächlich einer mit Versorgungscharakter sei und welcher unter die Schließung der Vergnügungsstätten falle, müsse in der Allgemeinverfügung möglicherweise noch einmal konkreter gefasst werden, sagt die Pressesprecherin.

Wohl schon heute steht aber ohnehin eine weitere Verschärfung des bisherigen Regelwerks bevor: Bund und Länder haben sich am Montag auf weitere einschneidende Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise geeinigt. Ab Mittwoch müssen dann wohl auch die meisten Geschäfte schließen – mit Ausnahme von Läden, die den täglichen Bedarf decken.

Unterdessen sei die Notbetreuung in Schulen und auch in den Kindertagesstätten unter den schwierigen Bedingungen „ganz gut angelaufen“. Derzeit könne die Verwaltung in allen städtischen Kitas einen Notdienst für Kinder an bieten, deren Eltern in den relevanten Berufsgruppen beispielsweise des Gesundheitswesens tätig sind. Hier erweise sich der Umstand, dass Frankenthal viele Kitas selbst betreibe im Vergleich zu benachbarten Kommunen durchaus als Vorteil.

Noch Fragen?

Die wichtigsten Informationsquellen und Anlaufstellen zum Thema Coronavirus im Überblick:

  • Bürgertelefon des für die Stadt Frankenthal und den Rhein-Pfalz-Kreis zuständigen Gesundheitsamts: 0621 5909-5800. Es ist erreichbar von Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, sowie freitags von 9 bis 12 Uhr.
  • Das Bürgertelefon des Landkreises Bad Dürkheim ist zu erreichen unter der Telefonnummer 06322 961-7401, montags bis mittwochs von 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr. Informationen gibt es zudem im Netz unter www.kreis-bad-duerkheim.de.
  • Auch das Bundesministerium für Gesundheit hat ein Bürgertelefon eingerichtet: 030 346465-100 beziehungsweise 0800 0117722.
  • Informationen gibt es zudem auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de/covid-19.
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