Frankenthal
Corona: Ob Stadt eigenes Impfzentrum bekommt, ist unklar
Noch seien etliche Rahmenbedingungen ungeklärt, sagt Pressesprecherin Xenia Schandin. „Die Standortfrage ist dabei eventuell sogar die einfachste.“ Offen sei beispielsweise, wer das Personal stellt. Die Landesregierung führe hierzu derzeit Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Auch die Betriebszeiten und wie der Impfstoff gelagert werden muss, seien noch nicht bekannt. Unter der Leitung von Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) sei ein Projektstab zusammengestellt worden. Neben Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung seien darin die Stadtklinik und Verantwortliche der Hilfsdienste vertreten.
Eine Option: Leichtbauhalle auf dem Festplatz
Denkbar sei, eine Art Messezelt in Leichtbauweise aufzustellen. Als Standort für ein Impfzentrum käme neben dem Festplatz Benderstraße auch der Parkplatz P 2 Ecke Albertstraße/Petersgartenweg auf dem ehemaligen KBA-Gelände infrage, so Schandin. Feuerwehr, Malteser und Technisches Hilfswerk (THW) hätten bereits unter anderem beim Aufbau des Corona-Testzentrums im Frühjahr und der Notunterkünfte für Geflüchtete ihre Expertise für solche „fliegenden Bauten“ eingebracht. Während in Ludwigshafen die Eberthalle als Standort diskutiert wird, soll das Congress-Forum nicht als Impfzentrum genutzt werden. „Wir brauchen diese Räumlichkeiten für anderes.“ Alternativ sei auch eine leerstehende Halle eine Option. Hier werde geprüft, ob es ein passendes Objekt gibt.
Bis 15. Dezember muss die Stadt einen Vorschlag in Mainz vorlegen. Ob Frankenthal allerdings tatsächlich am Ende ein eigenes Impfzentrum bekommt, sei damit nicht gesagt. Sollte es beispielsweise in Ludwigshafen und im Rhein-Pfalz-Kreis ausreichend Kapazitäten geben, sei auch eine Kooperation denkbar, so Schandin.