Frankenthal Corona-Krise treibt Zahl der Arbeitslosen in die Höhe

Die Arbeitslosenquote ist im Mai um 0,4 Punkte auf 6,8 Prozent gestiegen.
Die Arbeitslosenquote ist im Mai um 0,4 Punkte auf 6,8 Prozent gestiegen.

Die Corona-Krise hat ihre Spuren auch im regionalen Arbeitsmarkt hinterlassen: Im Mai waren nach Angaben der Agentur für Arbeit im Bezirk Frankenthal 2584 Menschen ohne Arbeit und damit 157 mehr als im April. Der Agentur zufolge entspricht das einem Anstieg um 6,5 Prozent .

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit aufgrund der Corona-Pandemie wird besonders im Vorjahresvergleich deutlich. Gegenüber dem Mai 2019 verzeichnen wir 497 Personen mehr in unserer Statistik“, erklärt Ralf Lenke, Leiter der Geschäftsstelle Frankenthal. Diese Entwicklung drücke sich auch in der Arbeitslosenquote aus, die um 0,4 Punkte auf nun 6,8 Prozent gestiegen ist. 243 Frauen und Männer haben der Statistik zufolge im Mai eine neue Stelle gefunden – 47 weniger als im Vormonat und 232 weniger als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres.

Zurückhaltung bei Neueinstellungen

„Aufgrund einer geringeren Auftragslage, der weltwirtschaftlichen Unsicherheit und der weiterhin gegebenen Beschränkungen halten sich Arbeitgeber aktuell mit Neueinstellungen in vielen Branchen noch zurück“, sagt Lenke. Die Meldungen von neuen Stellen seien im Vergleich zum Mai 2019 um 70 Prozent zurückgegangen. Insgesamt wurden dem Arbeitgeberservice 60 neue Stellen gemeldet. Im Bestand seien damit aktuell 469 Jobs – 391 bei Firmen in Frankenthal. Kurzarbeit bleibe weiterhin das wichtigste Instrument für Arbeitgeber, um in der aktuellen Situation Personal halten zu können. Seit März haben in der Stadt Frankenthal rund 450 Unternehmen Kurzarbeit angezeigt. Damit lagen im Mai 50 Anzeigen mehr vor als noch im April.

x