Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel „Church in Colors“ begeistert in St. Ludwig

Musik verbindet sich bei „Church in Colors“ perfekt mit der Energie von Licht und Farben und der Botschaft der Worte.
Musik verbindet sich bei »Church in Colors« perfekt mit der Energie von Licht und Farben und der Botschaft der Worte.

Es war ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Licht, Farben und Worten – und es gibt etliche Folgetermine.

Moderne Musikshows in ehrwürdigen Kirchen sind sein Herzensprojekt: Mit seinem Konzertformat „Church in Colors“ sorgte der Hauensteiner Sänger Oliver Dums mit Band am Freitag in der Ludwigskirche in Frankenthal für ein kollektives Bad in Licht, Sound und Farben.

Andreas Rubel, der katholische Pfarrer, strahlt. Volles Haus! Mit 560 Plätzen ist das Konzert ausverkauft. Im Chorraum verdecken LED-Wände den Hochaltar, Batterien von Scheinwerfern schweben in der Höhe, und die Altarstufen sind mit Bühnenpodesten überbaut. Doch nicht nur hier wurde geklotzt statt gekleckert: Auf den Plätzen liegen LED-Armbänder – interaktive Tools für die Konzertbesucher für ein kollektives Lichterlebnis.

Das Konzert startet mit sphärischen Klängen vor violetter Kulisse. 50 Strahler tauchen den Raum in mystisches Licht. Dann erscheinen die Künstler. Mit einem „Lasst euch’s gut gehen, klatscht, singt, habt Spaß“ gibt Dums das Motto vor. Mit dem Simon-and-Garfunkel-Klassiker „Mrs Robinson“ greift die Band mit Drummer Kai Rogowski, Gitarrist Philipp Graf, Bassist Daniel Zäpfel und Keyboard Marcus Rutz-Lewandowski gleich in die Gute-Laune-Kiste. Dazu huschen psychedelische Spiralmuster über die Wände. Insgesamt 16 Songs hat die Band im Gepäck, ein handverlesenes Repertoire, das zur Hälfte neu war und beim Publikum bestens ankam: Oldies von John Denver („Leaving on a Jet Plane“) und Phil Collins („In the Air Tonight“), Youngtimer von U2 („One Love, One Life“), Coldplay („Sky Full Of Stars“) und James Blunt („You are Beautyful“), dazwischen sorgen berührende Balladen auf Deutsch wie „Fluss“ von Lea und „Sie sieht mich einfach nicht“ von Xavier Naidoo für Gänsehautmomente. Die Musiker aus der Südpfalz zelebrieren virtuosen Qualitätspop und Sänger Dums zeigt sich als charismatischer Entertainer, der sich mit launigen Moderationen durch den Abend frotzelt und manche Anekdote über seine Bandkollegen erzählt. Als Sänger beeindruckt er mit volumenreicher Stimme und ausdrucksvollem, streckenweise auch klassischem Gesang.

Ins Optische erweitert wird die Musik durch ausgeklügeltes Lichtdesign: Wände und Decken des hohen Kirchenschiffs leuchten in unzähligen Lichtformen und Farben. Dazu gibt’s Bildanimationen wie rotierende Dornenkronen und platonische Körper, kreisende Planeten und glitzernder Sternenregen. Fließende Wassereffekte, Meerespanorama und kitschig-herbstbunter Blätterfall inszenieren die Songtexte. Kreise, Punkte, Spiralen, Wellen, Blüten zaubern die Licht- und Sound-Kompositeure Kai Diemer und Joshua Lohmann und Matthias Müller am Mischpult in den Raum. Die drei Techniker hatten entscheidenden Anteil am Gesamtkunstwerk, und so erhielten auch sie am Ende gebührenden Applaus. Und auch das Publikum wurde durch Schwenken der funkgesteuerten LED-Armbänder Teil der synästhetischen Inszenierung Prädikat Gesamtkunstwerk. Der Geist der Musik traf sich hier perfekt mit der Energie von Licht und Farben und der Botschaft der Worte.

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Weitere Termine in diesem und nächstem Jahr in Böhl, Dudenhofen, Landau, Speyer und Mannheim findet man unter www.pfalzshow.de/bands/cic-2025-2026/.

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