FRANKENTHAL
Café Solino in neuen Händen
Nico Pizzulli, der das Café vor zwölf Jahren nach einjährigem Leerstand eröffnet hatte, geht mit einem weinenden und einem lachenden Auge, wie er im Gespräch mit der RHEINPFALZ sagt. Neben dem Café hat der umtriebige Gastronom ein weiteres Standbein aufgebaut, das er jetzt ausbauen möchte.
„Ich bin dankbar, dass ich viele Stammgäste habe und andere zufriedene Gäste“, betont er, aber er wolle mehr Zeit für seine Familie haben, zumal vor einem Vierteljahr das dritte Kind geboren wurde. Das Geschäft laufe gut, das sei ein guter Zeitpunkt für eine Übergabe. Er bleibe Frankenthaler und arbeite schon seit einigen Wochen gemeinsam mit Nickels zusammen, die als Schaustellerfamilie bekannt sind, um eine gut geregelte Übergabe zu ermöglichen. Mit der Pandemie oder anderen Ursachen habe der Ausstieg nichts zu tun.
Langjähriger Vertrag
Bernd Nickel hatte schon seit längerer Zeit nach einem weiteren Standbein gesucht und betont, dass er die Pizzullis gut kenne und für sie und eine große Gästeschar der Familie und Mitarbeiter schon öfter gekocht habe. So sei man ins Gespräch gekommen. „Ich bin jetzt 50, nun möchte ich ein bisschen mehr Sicherheit und geregelte Zeiten haben“, betont er.
Der Pachtvertrag sei auf viele Jahre abgeschlossen worden, er wolle den Betrieb mit kleinen Änderungen so weiterführen wie bisher. Das komplette Personal werde übernommen, und das Angebot bleibe bestehen. Torten und Kuchen, Pralinen und Eis würden weiterhin handgefertigt, und der Mittagstisch bleibe ebenfalls. Die mediterranen und anderen Speisen werde er ebenfalls anbieten, mit eigenen Ideen ergänzen und saisonabhängig spezielle Höhepunkte setzen.
„Bewährte Qualität“
„Die Gäste können sich auf die bewährte Qualität verlassen“, versichert Nickel. Suppen, Lasagne oder Fleisch- beziehungsweise Gemüsegerichte blieben im Angebot. Optisch ist das Café etwas verändert, dezente Gelbtöne dominieren, und statt Bildern sind Zitate an den Wänden zu finden. Nickel hat Erfahrungen in der Gastronomie, genau wie seine Frau, daher freuen sie sich auf die neue Aufgabe. Da ihre Familie groß genug sei, werde auch das Schaustellergeschäft weiter bestehen, sobald es wieder arbeiten könne. Ein erster Schritt sei das Winterdorf vor der Rheingalerie Ludwigshafen, das dieses Jahr 90 Tage stattfinden dürfe.