Frankenthal
Busverkehr: Betreiber zufrieden mit Start des neuen Linienbündels
„Aus unserer Sicht ist das Linienbündel Frankenthal weitestgehend problemlos gestartet“, betont VRN-Pressesprecher Axel Thiemann gegenüber der RHEINPFALZ. Alle Fahrbahnleistungen würden erbracht. Wegen der Corona-Pandemie werde allerdings noch nicht unter „Volllast“ gefahren“. Im Schülerverkehr könnten Anpassungen notwendig werden. Laut Thiemann sei bereits eine Nachbesserung vorgenommen und ein zusätzlicher Anschluss auf einen Regionalexpresszug morgens von Frankenthal-Süd in Richtung BASF geschaffen worden.
„Die Resonanz aus den Reihen der Bürger ist bisher deutlich positiv ausgefallen“, meint auch Xenia Schandin, Pressesprecherin der Stadt. Für viele Nutzer des ÖPNV-Angebots hätten sich die Umsteigezeiten verkürzt und Anbindungen zu einzelnen Stadtteilen sowie der Umgebung spürbar verbessert. „Somit hat der ÖPNV in Frankenthal deutlich an Attraktivität gewonnen.“
Flexibles Verkehrskonzept
Da das Verkehrskonzept nicht starr sei, sondern flexibel an neue Entwicklungen und Bedarfe angepasst werde, stehe die Verwaltung in engem Austausch mit den Bürgern, besonders in den Bereichen des Stadtgebiets, in denen noch Optimierungsbedarf bestehe, heißt es in der Stellungnahme der Stadt weiter. Für die zahlreichen Verbesserungsvorschläge – etwa zu Fahrplan und Taktzeiten – sei man dankbar.
Was die neu eingeführte Linie 465 zum Gewerbegebiet Römig angeht, hat es nach Angaben der Verwaltung bei der Firma Amazon mehrmals Änderungen der Schichtzeiten gegeben, sodass der Fahrplan angepasst werden müsse. Die Umsetzung werde mit dem Unternehmen abgestimmt.
Linie 84: Korrekturen geplant
Bei der Buslinie 84, die insbesondere für die Bewohner der Ostparksiedlung relevant ist, plant die Verwaltung weitere Korrekturen und steht „in einem intensiven Dialog mit den Anwohnern“. Vorgesehen sei, die Route, die ursprünglich über den Starenweg und Nachtweideweg verlief und aktuell über die Straße Am Kanal geführt wird, zu ändern. Derzeit würden die Optimierungsmöglichkeiten geprüft.
Pressesprecherin Schandin kündigte an, dass für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) die Erstellung eines Übersichtsplans in Arbeit sei. „Dieser soll einer besseren Orientierung dienen und zu einer schnelleren Findung der Abfahrtsorte an den jeweiligen Bussteigen beitragen.“ Um den Anforderungen von Personen, deren Mobilität eingeschränkt ist, gerecht zu werden, sei zusätzlich der weitere Ausbau von barrierefreien Bushaltestellen vorgesehen. Die Verwaltung habe bereits eine Ingenieurfirma mit der Planung beauftragt. „Nachdem die Planungsergebnisse vorliegen, kann der Förderantrag vorbereitet und beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) eingereicht werden“, informiert Xenia Schandin.
Regelmäßiger Austausch mit Stadt und VRN
Als attraktiv und benutzerfreundlich bezeichnete Bernhard Dürk das Stadtbuskonzept. „Die neueste Technik der Fahrzeuge ermöglicht es unseren Busfahrern, schnell und effizient zu arbeiten“, hob der Frankenthaler Unternehmer, der die Linien bedient, im RHEINPFALZ-Gespräch hervor. „Um die Anregungen der Fahrgäste zu besprechen, stehen wir im regelmäßigen Austausch mit der Stadt Frankenthal und dem VRN.“
Sehr dankbar ist Dürk für die Rücksichtnahme vieler Verkehrsteilnehmer, die den Linienbussen die Vorfahrt gewährten und dazu beitrügen, dass der Ablauf der Linien reibungslos vonstatten gehe. Für die Zukunft wünsche er sich, dass weiterhin ein großes Verständnis für den ÖPNV in der Bevölkerung bestehe. „Durch die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs leistet jeder von uns einen kleinen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt“, betont Bernhard Dürk.
NOCH FRAGEN?
Weitere Informationen zum Verkehrskonzept unter www.stadtbus-frankenthal.de.