Frankenthal Busljeta lässt SC Bobenheim-Roxheim jubeln

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«Frankenthal.» Einen etwas unerwarteten, aber nicht unverdienten Sieger hat es bei der 34. RHEINPFALZ-Hallenfußball-Meisterschaft in der Halle Am Kanal gegeben. Der SC Bobenheim-Roxheim sicherte sich den Siegerpokal durch ein 1:0 im Finale gegen den MTSV Beindersheim. Das entscheidende Tor gelang SC-Spieler Yannick Busljeta. SC-Torwart Denis Stockmann hatte gestern Abend doppelt Grund zur Freude: Er hat gestern außerdem noch geheiratet.

Mit dieser Finalpaarung hatten nicht viele Experten gerechnet. Klar, der MTSV Beindersheim galt als eine der spielstärksten Mannschaften des Turniers und stand erwartungsgemäß im Finale. Das Team von Trainer Torsten Winterott konnte sich in Vor- und Zwischenrunde vor allem auf das Offensivduo Marc Erbach/Simon Swoboda verlassen. Ganz so spektakulär wie der MTSV war die Spielweise des SC Bobenheim-Roxheim nicht. Aber die Mannschaft von Coach Stephan Szymczak erwies sich als gnadenlos effektiv. Im gesamten Turnier leistete sich das Team vom Binnendamm nur ein Unentschieden – ein 2:2 in der Vorrunde gegen die DJK Eppstein II. Und wer ansonsten alles gewinnt, der steht zurecht im Endspiel. Dieses war dann allerdings erst mal eine eher zähe Angelegenheit. Denn ein Tor wollte lange Zeit erst mal nicht fallen. Der SC Bobenheim-Roxheim bestimmte die Partie über weite Strecken. Die beiden MTSV-Stürmer Marc Erbach und Simon Swoboda waren bei den SC-Verteidigern sehr gut aufgehoben und kamen kaum zur Entfaltung. Tim Becker prüfte MTSV-Keeper Kai Bundels mit einem ersten Schuss (8.). Danach kassierten beim B-Klassisten erst Oliver Schmidt-Radde und dann Evangelos Pipilozis jeweils eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Bobenheim-Roxheim konnte daraus aber zunächst kein Kapital schlagen. Im Gegenteil. Marc Erbach hätte in Unterzahl fast das 1:0 für Beindersheim geschossen, verzog aber. Danach riss der SC Bobenheim-Roxheim wieder die Partie an sich. Die MTSV-Spieler kämpften aufopferungsvoll und warfen sich in die Schüsse. Drei Minuten vor Schluss gelang dann Yannick Busljeta allerdings der erlösende Treffer für den A-Klassisten. Dominic Einsiedel-Dittrich hatte in der Schlussminute zweimal die Möglichkeit die Nerven des Bobenheim-Roxheimer Anhangs zu beruhigen. Er vergab jedoch beide Gelegenheiten. Danach war auf dem Feld eine Mischung aus Bobenheim-Roxheimer Jubel und Beindersheimer Niedergeschlagenheit. Die MTSV-Fans ließen sich aber die Stimmung durch die Niederlage nicht verderben und feierten ihre Mannschaft ausgelassen. „Unsere Fans waren im vergangenen Jahr schon super. Jetzt haben sie es noch mal getoppt“, meinte MTSV-Coach Torsten Winterott anerkennend. Sein Team habe ein riesen Turnier gespielt. Es sei klar gewesen, dass es im Finale eng werden würde. „Und Bobenheim-Roxheim hat das dann auch gut gespielt.“ Im Fokus stehe aber natürlich die Feldrunde. Und da wolle man den Aufstieg in die A-Klasse perfekt machen. Winterotts Gegenüber Stephan Szymczak freute sich über den Erfolg seiner Truppe. „Wir waren im Finale die bessere Mannschaft. Wir wollten nach vorne spielen und hatten auch mehr Chancen.“ Der SC habe im gesamten Turnierverlauf kein einziges Spiel verloren und sei daher auch verdient Sieger geworden. „Wir haben heute nicht nur viele Punkte auf dem Platz, sondern auch beim Publikum gesammelt“, meinte er. Ein besonderer Erfolg war der Turniersieg des SC auch für dessen Torwart Denis Stockmann. Dieser heiratete gestern, war aber pünktlich zum zweiten Spiel der Zwischenrunde des SC gegen den ASV Heßheim in der Halle. „Das ist Freude pur, wenn man sieht, wie die Jungs erst noch bei mir auf dem Standesamt waren. Und dann haben wir so auch auf dem Platz zusammengehalten. Das ist schon etwas Besonderes.“ Aus Sicht des Keepers war gestern der entscheidende Faktor, dass der SC seine Emotionen im Griff gehabt habe.

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