Fussball
Bobenheim-Roxheim muss wieder gegen den VfR Frankenthal ran
Drei Jahre lang war Nexhat Hajra verletzungsbedingt ausgefallen. Am Freitag feierte er sein Tor-Comeback im Dress des VfR. Der Torjäger war einer der Garanten für den Derbysieg. Entsprechend groß war die Freude bei ihm. „Der Sieg heute war ganz wichtig. Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich bin froh, dass ich die zwei Chancen reingemacht habe“, sagte Hajra.
Er ist ein typischer Derbyspieler, der im Sturmzentrum die Abwehrspieler beschäftigt, hart arbeitet und körperlich agiert. „Es sind meine Spiele, in denen der Gegner mich provoziert und mal hinten reintritt. Dann sage ich mir: Jetzt zeige ich es dir“, erläuterte der Doppeltorschütze. Doch trotz des guten Starts und seines Führungstreffers zum 1:0 fanden die Gastgeber besser ins Spiel.
Das 1:1 durch Yannik Baro war verdient, das 2:1 durch Adrian Fitz sehenswert. Begünstigt wurden die Tore jeweils durch individuelle Fehler in der VfR-Defensive. „Beim ersten Tor hat die Absprache gefehlt, und beim zweiten Tor darf er nicht so alleine stehen“, analysierte Hajra.
Doch er war es auch, der den VfR immer wieder antrieb. „Ich habe versucht, die Mannschaft auf Trab zu halten und den Kopf nicht hängen zu lassen“, berichtete er. Der Stürmer sorgte kurz nach dem 1:2 für den Ausgleich. Beim 3:2 (88.) saß er schon auf der Bank und bejubelte von dort aus den Siegtreffer durch Oguzhan Lozan.
Für Bobenheim-Roxheim war die Niederlage ein weiterer Tiefschlag. Weit weg war die Mannschaft von Trainer Sascha Löcher nicht von einem Punktgewinn. „Wir werden ganz hart bestraft für viele Kleinigkeiten. Aber wir haben es sonst gut gemacht. Ich bin zufrieden mit der Leistung. Das war eine Steigerung um 100 Prozent“, befand Löcher.
Am Dienstagabend (19.30 Uhr) treffen die beiden Teams erneut am Binnendamm aufeinander – im Verbandspokal. Hajra hat bereits eine Vorahnung, wie das Spiel ablaufen könnte. „Das wird von Anfang an körperbetont“, orakelt der VfR-Stürmer.
SC-Coach Löcher hat vor der Zusatzbelastung etwas Respekt. Er möchte sich mehr auf die Liga konzentrieren und schaut schon auf die Partie gegen den FV Freinsheim. „Wir werden das nicht abschenken. Aber ob wir am Dienstag wieder so einen Fight liefern können und am Sonntag was holen, ist schwer zu sagen“, erklärt der Trainer.
Das Stichwort Rotation drängt sich da auf. „Natürlich ist das eine Möglichkeit, dass wir was probieren“, sagt Löcher. Allerdings habe man am Freitag gesehen, dass der SC nach den Wechsel nicht mehr so präsent gewesen sei.
Während der SC also weiterhin auf den ersten Punkt wartet, dürfte beim VfR jetzt wieder Selbstvertrauen vorhanden sein. Das Team von Martin Wohlschlegel hat gemerkt, dass es nicht nur mit spielerischer Klasse funktioniert, sondern auch mit Kampf. Den werden beide Teams am Dienstag auf den Platz bringen.