Frankenthal Bobenheim-Roxheim: Am Freitag Gaudi-Exkursion zum Fabelthema Schlammbrummer

Auf der Suche nach dem Schlammbrummer: Darf man sich das so vorstellen? Foto: dpa
Auf der Suche nach dem Schlammbrummer: Darf man sich das so vorstellen?

Einhorn, Elwetritsche, Wolpertinger und Yeti bekommen Konkurrenz. Im Reich der Fabelwesen wird künftig der Schlammbrummer mitmischen. Zumindest, wenn es nach dem Bobenheim-Roxheimer Verein für Naturschutz und Heimatpflege geht. Dieser möchte das weitgehend unbekannte Weichtier aus dem Dreck ins Licht der Öffentlichkeit ziehen. Alle sind aufgerufen, am Freitag auf Schlammbrummer-Exkursion zu gehen.

Hungernde Flüchtlinge haben die Weichtiere vor 450 Jahren aufgespürt und gegessen

Ewald Marx, der Vorsitzende des ideenreichen Vereins, verrät, was man sich unter einem Schlammbrummer vorstellen darf: „ein gräten- und wirbelsäulenfreies Weichtier, das geschmacklich an Marzipan erinnert“. Die niederländischen Glaubensflüchtlinge hätten diese Kreaturen vor über 450 Jahren in Roxheim aufgespürt und zur Linderung ihrer Hungersnot mit aufwendigen Methoden gefangen.

Das Programm am Freitag sieht unter anderem eine „Einführung in die Brummologie“ und das Aufsuchen von Beobachtungsplätzen vor. Der Schlammbrummer-Obmann des Vereins führt Lockrufe vor, und es wird eine „Erkundungsbohrung“ gemacht.

Termin
Gaudi-Exkursion „Auf den Spuren des Schlammbrummers“ am Freitag, 28. Juni, 19.30 Uhr, Treffpunkt Heimatmuseum Bobenheim-Roxheim, Friedrich-Ebert-Straße 43. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt auf eigene Gefahr.

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