Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksligist VfR Frankenthal empfängt zum ersten Heimspiel der Runde Rot-Weiß Seebach

VfR-Keeper Levent Cetin (links) musste gegen den SC Bobenheim-Roxheim selten sein Können zeigen.
VfR-Keeper Levent Cetin (links) musste gegen den SC Bobenheim-Roxheim selten sein Können zeigen.

Es ist eine schöne Momentaufnahme: Der VfR Frankenthal steht nach dem ersten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz Nord auf Platz eins. Der Trainer ist sich aber sicher, dass deswegen niemand abhebt im Team. Denn schon der nächste Gegner ist ein anderes Kaliber als der SC Bobenheim-Roxheim zum Auftakt. Am Sonntag (15.30 Uhr) gibt Aufsteiger Rot-Weiß Seebach seine Visitenkarte in Frankenthal ab.

Am Ende ist es wohl wie bei jedem Fußballspiel alles eine Frage der Einordnung. Auf der einen Seite freut sich Martin Wohlschlegel natürlich über den guten Start, den seine Truppe am vergangenen Sonntag mit dem 6:1 beim SC Bobenheim-Roxheim hingelegt hat. Auf der anderen Seite war der Gegner aber auch nicht so stark. Aber das will der Coach des VfR Frankenthal mal dahingestellt lassen. „Aber sechs Tore muss man erst mal schießen“, macht der Übungsleiter klar. „Wir wissen, dass wir gut gespielt haben. Wir hatten aber auch mit etwas mehr Gegenwehr gerechnet.“

Euphorisch sei deswegen im Ostpark aber keiner geworden. Und abgehoben sei auch keiner, erzählt Wohlschlegel. Und das mit der Tabellenführung zu Beginn der Saison ist eben auch erst mal nur eine Momentaufnahme. „Aus meiner Sicht reicht es, wenn man einmal Tabellenführer ist – am Ende der Saison“, sagt der Coach trocken.

Seebach anderes Kaliber

Und gegen Seebach am Sonntag rechnet er sowieso mit einem anderen Kaliber. „Der SV hat ein gutes Flügelspiel, ein gutes Mittelfeld und starke Stürmer“, berichtet Wohlschlegel. Er habe den Gegner schon beobachtet. Im Sturm habe ihm vor allem Jason Alexander Harrison imponiert.

Doch gegen gute Stürmer hat sich der VfR schon am Sonntag gut gerüstet gezeigt, als es galt, die Wirkungskreise von Kevin Bernhardt einzudämmen. Das hat auch Wohlschlegel gefallen: „Die Innenverteidigung hat das sehr gut gelöst“, konstatiert er. So ähnlich werde es dann auch gegen Seebach gehen. „Die Verteidiger sollen den Gegner schon bei der Ballannahme stellen und wenn möglich doppeln“, verrät der Übungsleiter. Eine Alternative für den Defensivverbund könnte wieder Patrick Corell sein. „Er ist wieder fit, hätte eigentlich auch schon am vergangenen Wochenende spielen können. Aber wir wollten kein Risiko eingehen“, sagt Wohlschlegel. Uwe Rebholz, der am Sonntag nach einer Stunde ausgewechselt werden musste, kämpfe noch mit muskulären Problemen.

Vielleicht doch Rotation im VfR-Tor?

Hinten gut stehen, das sei sowieso die Basis von jedem Fußballspiel. Und dann will der VfR mit gutem Aufbauspiel sowie sicherem Passspiel auch nach vorne Akzente setzen. Dafür zeichnete am Binnendamm vor allem Florian Kaiser verantwortlich. Auch wenn Wohlschlegel betont, dass derzeit nicht nur der kreative Mittelfeldmotor gut in Form sei.

Angesprochen auf die Torwartfrage muss Wohlschlegel lachen. Eigentlich ist er da ja kein Freund von Rotation. „Aber vielleicht werden wir doch rotieren“, orakelt er. Dazu müssten allerdings Leistung und Einstellung stimmen. Zum Saisonstart hatte Levent Cetin den Zuschlag bekommen.

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