Fussball
Bezirksligist VfR Frankenthal am Sonntag zu Hause gegen Ludwigshafener SC
Drei Siege, ein Remis, eine Niederlage – diese Bilanz haben außer dem VfR Frankenthal auch Rot-Weiss Seebach und der Ludwigshafener SC. Doch der VfR hat von den drei Teams das bessere Torverhältnis und grüßt daher – zumindest bis Sonntag – von der Tabellenspitze.
Aus Sicht von VfR-Trainer Martin Wohlschlegel könnte das Torverhältnis (17:5) aber noch ein bisschen besser sein. Die drei einfachen Gegentreffer, die seine Mannschaft kassiert hat, haben ihm nicht gefallen. „Aber wenn ich dann sehe, was für Fehlpässe teilweise bei der Nationalmannschaft gespielt werden, darf man nicht meckern“, sagt der Übungsleiter und lacht herzhaft. Gleichwohl: Angesprochen habe er das Thema bei der Mannschaft schon.
Standortbestimmung für den VfR
Mit dem LSC erwartet Wohlschlegel eine echte Standortbestimmung für sein Team. Genauer gesagt: „Nach den kommenden drei Spielen wissen wir, ob wir bisher nur Glück gehabt haben, oder ob wir zurecht oben stehen.“ Nach dem LSC empfängt der VfR den BSC Oppau, die Woche drauf geht es zur FG 08 Mutterstadt.
Den LSC habe er zum Saisonstart gegen Mutterstadt (2:2) gesehen. „Aber die Mannschaft hat mit dem Team von damals nicht mehr viel zu tun“, sagt Wohlschlegel. Allerdings: „Sie haben damals schon stark über die Flügel gespielt. Da darf man ihnen nicht den Raum geben.“ Über die linke Seite habe der LSC gegen Mutterstadt beide Treffer vorbereitet. Auch die diagonalen Verlagerungen der Ludwigshafener sind dem Trainer im Gedächtnis geblieben.
Flügelzange stoppen
Die Flügelzange beim LSC heißt Nicola Maillet (rechts) und Dominik Schmitt (links). „Heckewelsch“ will sich der Coach da nicht machen lassen. „Ich vertraue da auf unsere Abwehr. Wir haben gute Innen- und Außenverteidiger und ein kompaktes defensives Mittelfeld.“
Auch an der generellen Ausrichtung im Spiel nach vorne will Wohlschlegel gegen den Ludwigshafener SC nichts ändern: „Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit unserem Spiel. Da werden wir nicht groß dran rumschrauben, egal, wie der Gegner heißt.“ Wohlschlegel vertraut weiterhin dem auf viel Ballbesitz basierenden Spiel seiner Mannschaft und lässt bevorzugt vertikal agieren. Um seine Philosophie zu untermauern, zahlt der Übungsleiter auch gerne ins Phrasenschwein: „Wenn wir den Ball haben, kann der Gegner kein Tor schießen.“
Weil einige Spieler erkältet waren, habe man am Dienstag etwas reduzierter trainiert. Der VfR-Coach geht aber davon aus, dass er am Wochenende den kompletten Kader zur Verfügung hat. Das Tor wird Levent Cetin hüten. Hier vertraut Wohlschlegel auf eine Rotation mit Enez Aslan.