Fussball
Bezirksliga Vorderpfalz: Neuer Staffelleiter, neue Regeln
Für den Weingartener Klaus Karl war es die letzte Sitzung als Staffelleiter der Bezirksliga. Er zeichnet künftig für die Verbandsliga verantwortlich. Karl übte dieses Amt neun Jahre lang aus, 2012 hatte er nach der Kreisreform von Alois Hermann übernommen. Er lobte den stets respektvollen Umgang miteinander. Die Staffelleitung bleibt in südpfälzischer Hand. Karls Nachfolger ist der Büchelberger Rüdiger Werling.
Stefan Kopf, Schiedsrichter-Lehrwart im Kreis Südpfalz, erklärte die neuen Regeln beim Handspiel. Die Kriterien seien von acht auf drei reduziert worden, künftig stehe die Absicht und die Vergrößerung der Körperfläche im Vordergrund. Rote Karten für Trainer und Teamverantwortliche werden künftig nicht mehr mit Geldstrafen, sondern mit Spielsperren geahndet.
Corona bleibt ein Thema
Der Austausch mit dem Fußballkreis Karlsruhe lebt wieder auf. Eine Partie pro Spieltag wird von einem nordbadischen Gespann geleitet. Jürgen Wanger (SC Bobenheim-Roxheim) konnte nicht nachvollziehen, dass bei den Profis mehr Auswechslungen möglich sind als bei den Amateuren. Karl betonte, dass weiterhin nur viermal getauscht werden kann.
Corona bleibt natürlich auch in der anstehenden Spielzeit ein Thema, auch wenn es in den vergangenen Wochen immer mehr Lockerungen gab. Bei Corona-Fällen in einem Team wird das Spiel sofort abgesetzt. Künftig kann ein Spieler an einem Tag in zwei Teams eingesetzt werden und ein Schiedsrichter zwei Spiele an einem Tag pfeifen.
Zehn Teams im Norden, neun im Süden
Die Anzahl der Absteiger ist auf fünf begrenzt. Im Norden spielen in der Hauptrunde zehn, im Süden neun Mannschaften. In der folgenden Aufstiegsrunde sind es dann neun, in der Abstiegsrunde zehn Teams. Kann wegen Corona nur die Hauptrunde beendet werden, wird eine Tabelle aus den beiden Staffeln gebildet. Dann entscheidet die Quotientenregel über die Platzierung. Philipp Schwaderlapp, Spielleiter des VfR Frankenthal, findet Trennung in Nord- und Südgruppe gut. Er könnte sich dies als Dauerlösung vorstellen. „Die Anfahrtswege sind einfach kürzer, und zu den Derbys kommen nicht selten 300 bis 400 Zuschauer“, sagt Schwaderlapp.
Rundenstart ist am Wochenende 13. bis 15. August. Der SC Bobenheim-Roxheim beginnt zu Hause gegen den ASV Maxdorf, der VfR Frankenthal beim ESV Ludwigshafen. Die Spieltage vom 5. und 12. Dezember wurden auf 15. September und 13. Oktober vorverlegt. Dadurch ist im Dezember Platz für mögliche Entscheidungsspiele bei Punktgleichheit.
Eintrittspreise bleiben stabil
Die Eintrittspreise bleiben mit 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro) stabil. Ein Vorschlag des SC Bobenheim-Roxheim, dass künftig auch Frauen zumindest einen ermäßigten Eintrittspreis zahlen sollen, wurde mit 3:16 Stimmen abgelehnt. „Wir haben laufende Kosten aus dem Spielbetrieb zu decken und hatten lange keine Einnahmen. Bei anderen Sportarten wie Hockey oder Handball ist das längst üblich“, begründete Jürgen Wanger den Antrag.
Wanger ist zuversichtlich, dass der SC in der kommenden Saison nicht mehr im Tabellenkeller steht. Trainer Sascha Löcher hat acht neue Spieler zur Verfügung, darunter vier aus der eigenen Jugend. Wangers Sohn Nico ist nach seinem Kreuzbandriss wieder dabei, das Comeback seines zweiten Sohnes Robin steht unmittelbar bevor. Das System, dass nur Punkte gegen die direkten Konkurrenten der Auf- oder Abstiegsrunde mitgenommen werden, findet er nicht gut.
Der VfR Frankenthal strebt laut Schwaderlapp einen Rang unter den ersten Drei der Tabelle an. „Ich hoffe, dass es so weiterläuft wie in der abgebrochenen letzten Runde.“ Allerdings muss der VfR den Abgang von Top-Torjäger Jurica Antonovic (VfR Grünstadt) verkraften. Froh ist er, dass Eigengewächse wie Christopher Schwalb oder Liam Spiegel den Sprung in die Aktivität bewältigt haben.