Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga: TTV Bobenheim zu Saisonbeginn heimatlos

Die Bobenheimer Benjamin Henn (links) und Thomas Frieß gewannen ihr Auftaktdoppel, verloren aber in Bad Dürkheim das Schlussdopp
Die Bobenheimer Benjamin Henn (links) und Thomas Frieß gewannen ihr Auftaktdoppel, verloren aber in Bad Dürkheim das Schlussdoppel.

Vorhang auf für die neue Tischtennis-Saison hieß es Anfang September auch für den TTV Bobenheim. Was aber tun, wenn eben dieser Vorhang in eigener Halle erst mal eingebaut wird? Der TTV stand plötzlich ohne Heimspielstätte da.

„Wir konnten in dieser Saison noch gar nicht in die Halle. Eigentlich hieß es, dass es 14 Tage dauert, bis der neue Vorhang, eine Art Hallentrennung, eingebaut ist“, sagt Abteilungsleiter Eckhard Geib. Er ist beim ehemaligen Pfalzligisten mit Jugendwart Thomas Staller einer der Macher der jüngsten Vergangenheit. Aus den 14 Tagen Bauzeit, die mit Abschluss der Sommerferien ihr Ende finden sollten, wurden nun fast zwei Monate.

„Wir konnten fast gar nicht trainieren“, hadert Geib. Zwar konnte man auch mal im Trainingsexil bei den TTF Frankenthal mittrainieren. Doch dort war der Betrieb bei den Übungseinheiten auch noch eingeschränkt. „Es war nicht immer einfach, Trainingszeiten zu bekommen. Aber wir sind dankbar, dass wir überhaupt mal in Frankenthal trainieren durften. Wir hatten vorher Monate lang gar nicht an den Ball geschlagen“, erzählt Geib von der Corona-bedingten Trainingspause.

Kein Training, keine Ligaspiele

Neben den Übungseinheiten in der Sporthalle der Grundschule in Bobenheim-Roxheim, die seit Jahren die Heimspielstätte des TTV ist, konnten auch keine Ligaspiele ausgetragen werden. Das war jedoch bei der Spielplanerstellung des Verbands noch nicht berücksichtigt worden. „Da konnte der Verband nichts dafür. Wir wussten selbst nicht, dass wir nicht in der Halle spielen können“, nimmt Geib den Pfälzischen Tischtennisverband (PTTV) in Schutz. „Wir wollten auch keinen Kontakt zum PTTV deswegen aufnehmen. Es kann niemand was dafür, dass es jetzt so kam“, meint Geib.

So fanden die Bobenheimer selbst eine Lösung. „Wir haben versucht, bei allen Spielen das Heimrecht zu tauschen. Das ist zum Glück auch gelungen, die anderen Vereine haben gut mitgespielt“, ergänzt der TTV-Abteilungsleiter. „Natürlich hätten die Gegner auch sagen können, dass sie das Heimrecht nicht tauschen wollen. Dann hätten wir ohne Halle dagestanden und das Spiel wäre verloren gewesen“, meint Geib.

Geib: Hoffen auf die Herbstferien

Als größten Nachteil sieht man beim TTV Bobenheim aber weiterhin die fehlenden Trainingszeiten in der eigenen Halle. „Das ist schon ein Wettbewerbsnachteil. Wir hoffen, dass wir in den Herbstferien wieder normal trainieren können und ein bisschen besser in die Saison reinkommen“, sagt Geib.

Die fehlenden Übungsschläge und Trainingsspiele machten sich auch bei der ersten Mannschaft des TTV Bobenheim bemerkbar. Die ersten drei Partien in der Bezirksliga gingen verloren. Mit 0:6 Punkten stand das Team von Kapitän Benjamin Henn am Tabellenende der Liga. Der Gegner am vergangenen Spieltag, der TTC Bad Dürkheim, der nach dem Abgang von Andreas Teiche zu den TTF Frankenthal zu den Top-Abstiegskandidaten gehört, war mit einem Remis noch vor den Bobenheimern.

Wichtiges Duell im Kampf um den Ligaverbleib

So wurde die Partie zwischen Dürkheim und Bobenheim bereits am vierten Spieltag zu einem wichtigen Duell im Kampf um den Klassenverbleib. „Wir sind schon die gesamte Saison ersatzgeschwächt“, sagt Geib, der urlaubsbedingt nicht gegen Bad Dürkheim antrat. Der TTV ging mit einer 8:7-Führung ins Abschlussdoppel. Das verloren Benjamin Henn/Thomas Frieß im fünften Satz.

„Wir hoffen ein bisschen auf die zweite Saisonhälfte. Wir hatten ein paar starke Mannschaften zu Saisonbeginn“, sagt Geib. Den Verbleib in der Bezirksliga hat er noch lange nicht abgeschrieben. Der erste Schritt ist dem TTV Bobenheim gelungen. Durch den ersten Punktgewinn hat sich der TTV auf den vorletzten Platz vorgeschoben. Und der Abstand zu Rang sechs beträgt nur zwei Zähler.

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