Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga: SC Bobenheim-Roxheim unterliegt auch Maxdorf

Der neue SC-Trainer Norbert Prehn war nicht erfreut über das, was er auf dem Platz sah.
Der neue SC-Trainer Norbert Prehn war nicht erfreut über das, was er auf dem Platz sah.

Die Talfahrt des SC Bobenheim-Roxheim geht weiter und nimmt mittlerweile dramatische Züge an. Die Mannschaft von Norbert Prehn, der Sascha Löcher als Trainer abgelöst hat, verlor auch ihr zehntes Bezirksligaspiel in Folge. Beim Vorletzten ASV Maxdorf unterlag das Schlusslicht 0:5 (0:0). Doch das Ergebnis war nach der Partie für alle Beteiligten sekundär.

Es war ein unrühmliches Ende für ein erneut schwaches Auswärtsspiel der Bobenheim-Roxheimer. Es lief bereits die Schlussminute in einer einseitigen Partie, da setzte der eingewechselte Patrick Hintz völlig übermotiviert und auch unnötig zur Grätsche an und foulte den Maxdorfer Janne Gräble. Der lag lange verletzt auf dem Spielfeld und musste nach dem Abpfiff sogar vom Krankenwagen in die Klinik gebracht werden.

„Das tut mir richtig leid, Janne Gräble ist ein toller Kicker“, bekannte Prehn. Der Gästecoach war fassungslos angesichts des Verhaltens seines Spielers, der schon kurz nach seiner Einwechslung durch eigensinnige Aktionen aufgefallen war und schlussendlich mit einer Roten Karte vom Platz flog. „Ich hätte ihn schon vorher rausnehmen sollen. Das Foul war komplett unnötig. Ich gehe stark davon aus, dass er seine Karriere jetzt beenden wird“, glaubt der Coach.

ASV vergibt Dreifachchance

Unter Prehns Leitung wird Hintz, der zum Spiel extra aus dem Urlaub angereist war, wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Eine Hilfe war er an diesem Nachmittag nicht. Schon die erste Halbzeit gehörte den Gastgebern, die zahlreiche Gelegenheiten zur Führung hatten. Die beste davon war gleich eine Dreifachchance. Doch sowohl Manuel Schieß als auch Osman Sanli per Kopf und Christian Jesberger vergaben (32.).

Besser lief es für den ASV nach der Halbzeitpause. Innerhalb von 20 Minuten trafen die Platzherren fünfmal. Den Anfang machte Maximilian Albrecht, der nach schöner Flanke von Daniel Kroll zur Führung einschoss (47.). Wenig später tankte sich Schieß links durch und bediente den völlig frei stehenden Jesberger – 2:0. Der SC gab sich dann komplett auf. Prehn fand keine Erklärungen für den Bruch in seinem Team. „Die Halbzeitpause hat uns nicht gut getan“, meinte er.

Schwaches Zweikampfverhalten beim SC

Die Zuordnung stimmte nicht beim SC, und vor allem das Zweikampfverhalten der Gäste war schwach. So wurde Schieß bei seinem Treffer zum 3:0 nur begleitet, aber nicht attackiert (59.). Kaum sagte der Stadionsprecher das Tor an, fiel bereits das 4:0 für die Gastgeber. Der eingewechselte Dirk Hilzendegen netzte ein.

Er war auch für den – sportlichen – Schlusspunkt zuständig. Nachdem Hintz den Ball im Mittelfeld gegen Bussek verloren hatte, schaltete sich Hilzendegen ein, setzte sich gegen zwei Abwehrspieler und SC-Torhüter Lucas Hünerfauth durch und verwandelte zum 5:0-Endstand (67.). Für den SC war es sicher die bitterste Niederlage der Saison und für den ASV Maxdorf aufgrund der Verletzung von Gräble sicher kein Erfolg, über den sich die Mannschaft freuen kann.

So spielten sie

ASV Maxdorf: Mohr - Braun, Romano, Reinholz, Gräble – Bussek (83. Gahn), Jesberger (71. Fabode) - Kroll, Albrecht, Schieß – Sanli (46. Hilzendegen)

SC Bobenheim-Roxheim: Hünerfauth - Nebel, Lampert, Rotter, Jörns (78. Gansert), Blasius (51. Hintz), Seif - Baro, Wanger, Dawe (53. Ranscht) - Koch

Tore: 1:0 Albrecht (47.), 2:0 Jesberger (54.), 3:0 Schieß (59.), 4:0 Hilzendegen (60.), 5:0 Hilzendegen (67.) - Gelbe Karten: Hünerfauth, Hintz, Rotter - Rote Karte: Hintz - Beste Spieler: Gräble, Bussek, Hilzendegen - Baro - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Weber (St. Martin).

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