Fussball
Bezirksliga: Bobenheim-Roxheim zu Hause gegen VfR Frankenthal
Eins eint die beiden Teams: Sowohl der VfR Frankenthal als auch der SC Bobenheim-Roxheim stehen nach den ersten beiden Partien ohne Punkt da. Martin Wohlschlegel, Trainer des VfR, hatte – trotz der guten Testspielergebnisse – damit schon gerechnet. „Ich hatte mir schon gedacht, dass es nicht so weitergeht wie in der Vorbereitung, zumal ich wusste, dass da auch noch der Urlaub von einigen Spielern bevorsteht und einige Verletzungen passieren können“, sagt der Coach des VfR.
Sein Gegenüber, SC-Trainer Sascha Löcher, hatte sich den Saisonstart seines Teams allerdings anders vorgestellt. „Alles, was wir uns zu Beginn der Vorbereitung erarbeitet haben, haben wir in der Saison noch nicht auf den Platz gebracht“, klagt er. Warum das so ist, kann er sich jedoch selbst erklären. Ein Ansatz: Löcher glaubt, dass das Problem Kopfsache ist.
SC unter Löcher in Liga noch sieglos
In den acht Ligaspielen unter seiner Regie hat der SC noch keinen Sieg verbucht. Da könnte es durchaus sein, dass der eine oder andere Spieler bereits resigniert. „Vielleicht sind sie verzweifelt“, sucht der Übungsleiter nach Gründen. Eine schwierige Situation für Klub, Spieler und Trainer.
Ein Erfolg ist also eigentlich Pflicht für den SC im Derby gegen den VfR. Doch soweit möchte Löcher gar nicht denken. Er will seinen Plan wieder auf dem Spielfeld erkennen können. „Frühzeitiges Attackieren des Gegners, selbst den Ball haben wollen und Spielfreude versprühen“, beschreibt er die Philosophie. Dabei sei ihm dann fast egal, wie viele Punkte gegen den Nachbarn rausspringen. Wenngleich ein Sieg – auch für ihn – wichtig wäre. Klar ist allerdings auch, dass es aufgrund des Tabellenstands nicht einfach wird für den SC.
VfR für Löcher Favorit
„Ich schätze die Frankenthaler immer noch sehr stark ein, und sie sind auch Favorit“, sagt Löcher. Den verpatzten Saisonstart weiß er einzuordnen. „Den muss man relativieren. Wenn die Chancenverwertung nicht so gut ist, verliert man vielleicht gegen einen Underdog wie den ESV Ludwigshafen.“ Der Coach hofft, dass seinem Team als Außenseiter eine ähnliche Überraschung gegen den VfR gelingt.
Das will Martin Wohlschlegel verhindern. Einen weiteren Patzer soll es nicht geben. „Wenn wir den Anschluss nicht verlieren wollen, müssen wir am Freitag gewinnen“, stellt der VfR-Trainer klar. Ein hochklassiges Spiel mit technischen Feinheiten erwartet er im Derby nicht. „Das Spiel wird eher über den Kampf gehen“, glaubt Wohlschlegel. „Spiele zwischen dem VfR und dem SC haben immer eine gewisse Brisanz, und ich gehe davon aus, dass man die auf dem Platz spürt.“ Vielleicht dann auch wieder mit den beiden Kapitänen.
Hoffen auf die Kapitäne
Aufseiten der Gastgeber ist Nils Becker wieder im Training und soll am Freitag von Beginn an auflaufen – wenn im sich an seinem Zustand nichts verändert. „Nils ist ein bisschen unbeschwerter, hat die ersten Spiele nicht miterlebt und ist von seinem Typus ein unglaublich Positiver“, hofft Löcher, dass sein Kapitän wieder für Zuversicht und Stabilität in den SC-Reihen sorgt.
Stabilität soll auch der Frankenthaler Spielführer Patrick Corell wieder in den Abwehrverbund bringen. „Bei Patrick sieht es nicht schlecht aus. Das könnte reichen bis Freitag“, sagt Wohlschlegel. Ob mit oder ohne Kapitän: Klar ist, dass beide Teams dringend Punkte benötigen.
RHEINPFALZ-Tipp: 1:3