Frankenthal
Basketball: Eintracht Lambsheim bezwingt TV Ramstein 99:63
Mehr als die Hälfte der Partie zwischen dem Zweiten und dem Drittletzten war gespielt, da unterbrach das Schiedsrichtergespann plötzlich das Spiel. Diskussionen begannen zwischen der Zeitnahme, den Gästen und dem Schiedsrichtergespann. Der Grund für die Aufregung: Die Gäste hatten vergessen, einen ihrer Akteure – Marcel Becker – auf den Spielberichtsbogen zu schreiben.
Erst nach langer Diskussion wurde die Partie fortgesetzt. Es könnte jedoch sein, dass das Spiel noch mit 20:0 in die Wertung geht. „Das Spiel wird ganz normal gemäß dem Spielverlauf gewertet. Erst in einigen Tagen oder Wochen berät die Spielleitung über das weitere Vorgehen“, berichtete Eintracht-Abteilungsleiter Kristian Vukelic.
TVR dominiert zunächst die Bretter
Zuvor tat sich die Eintracht schwer. Die Gäste gestalteten das Spiel ausgeglichen und trafen gut. Das lag vor allem am guten Körperspiel des mit vielen Nordamerikanern gespickten Kaders des TVR. Sie eroberten viele Rebounds und machten daraus zahlreiche Punkte. So war es nicht verwunderlich, dass die Partie mit einem knappen 27:25 in die erste Pause ging.
Das ärgerte Eintracht-Coach Sven Schumacher. „Wir haben einfach geschlafen. Ich hatte extra noch mal Gas gegeben in der Besprechung, weil ich früher auch gerne gegen Amerikaner gespielt habe“, meinte der Trainer. Seine Mannschaft fing sich in der Folge und kontrollierte nach den ersten zehn Minuten die Begegnung.
Immer wieder kleine Scharmützel
Dennoch gab es immer wieder kleine Scharmützel auf dem Feld. So hatte Lambsheims Florian Henß eine lange und angeregte Unterhaltung mit dem Ramsteiner Clarence Moore. Nettigkeiten wurden da in englischer Sprache eher nicht ausgetauscht. Henß war amüsiert darüber und erinnerte sich an damalige Spiele gegen amerikanische Teams in der Kaserne.
Den „Trash Talk“ nutzte er zudem zur Auffrischung seiner Sprachkenntnisse, reist er doch in den kommenden zwei Monaten in die USA. „Ich besuche Freunde und betreue dort ihr Kleinkind“, erzählte er voller Vorfreude. Etwas wehmütig ist Henß trotzdem. Denn er wird nicht nur das Derby gegen die TSG Maxdorf verpassen, sondern auch das Pokalfinalturnier.
Henß wird der Eintracht zwei Monate lang fehlen
Vor allem in den Pokalspielen dürfte er vermisst werden, denn da geht es für den Coach der Eintracht um viel. „Der Staffelleiter pfeift uns im ersten Spiel. Und wenn wir da richtig Gas geben, kann es natürlich auch sein, dass wir berücksichtigt werden für den Aufstieg“, hofft Schumacher.
Doch auch wenn es in dieser Spielzeit noch nicht mit dem Aufstieg in die Landesliga klappen sollte, wird der Übungsleiter weiter das Zepter in Händen halten. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ bestätigte Schumacher bereits, dass er auch in der kommenden Saison das Training bei Eintracht Lambsheim leiten wird.
So spielten sie
Eintracht Lambsheim: Ljuca (33 Punkte), Florian Henß (13), Nap (12), Christian Henß (11), Kulis (10), Rodriguez-Piera (9), Hofelzer (6), Gutknecht (5), Kappes.