Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel B-Klasse: Dichtes Gedränge um Aufstiegsplatz und Relegationsrang

Können Tristan Bender (links) und Eintracht Lambsheim Patrick Seibold und den TuS Dirmstein noch abfangen? Lambsheims Coach Marc
Können Tristan Bender (links) und Eintracht Lambsheim Patrick Seibold und den TuS Dirmstein noch abfangen? Lambsheims Coach Marc Hornig betont, dass man sein Team noch nicht abschreiben solle.

Machen in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz die punktgleich an der Spitze stehenden ASV Mörsch und TuS Dirmstein den Meister unter sich aus? Oder schaffen vielleicht noch Eintracht Lambsheim oder gar der VfR Frankenthal II den Sprung nach vorn? Alle vier sind bei der Zielsetzung offensiv. In der Abstiegsrunde müssen die VT Frankenthal und auch Vatanspor Frankenthal noch fleißig punkten.

Aufstiegsrunde

ASV Mörsch

„Wir haben jetzt so viel erreicht. Wir wollen Meister werden“, sagt Trainer Thomas Drescher selbstbewusst. Der ASV sei früh ins Training eingestiegen, weil die Pause sehr lang sei. Seit zwei Wochen arbeite er mit dem Trainerkollegen Steffen Jaeschke am Feinschliff der Mannschaft. Spielerisch könne sich die Leistung in den Vorbereitungsspielen sehen lassen, ist Drescher zufrieden. Die Mannschaft sei zusammengeblieben. Nun soll die Konzentration auf den Start gegen den TuS Dirmstein am ersten Aprilwochenende gelegt werden. Beide Mannschaften stehen mit zehn Punkten an der Spitze des Feldes. Am ersten Spieltag ist der ASV spielfrei. „Es ist alles bereitet. Wir brennen darauf, auf den Platz zu gehen und um Punkte zu kämpfen“, sagt Drescher.

TuS Dirmstein

„Bei uns ist richtig Feuer drin“, sagt Trainer Andreas Persohn. Das zeigten auch die Testspielergebnisse. Zuletzt bezwang der TuS Bezirksligist SC Bobenheim-Roxheim 6:1. Persohn lässt keinen Zweifel daran: Der TuS Dirmstein will als Meister hoch in die A-Klasse. Aktuell stehen die Dirmsteiner wegen des schlechteren Torverhältnisses auf Platz zwei hinter dem ASV Mörsch. Mit Kevin Weber (Sturm) und Gentrit Nimanaj (Außenverteidiger), beide vom A-Klassisten VfR Friesenheim, verstärken zwei weitere Spieler den Kader. Insbesondere Nimanaj mache bisher einen guten Job, sagt Persohn. Doch athletisch müssten beide Spieler noch zulegen.

Eintracht Lambsheim

Fünf Zähler nimmt die Eintracht mit in die Aufstiegsrunde. Fünf Punkte beträgt der Abstand zum Spitzenduo ASV Mörsch und TuS Dirmstein. Doch Marc Hornig hat schon mehrmals betont: Abschreiben solle man die Eintracht nicht. Nur eine Siegesserie könne die Eintracht nach oben führen. „Mein Ziel ist der zweite Platz“, sagt Hornig. Der zweite Rang berechtigt zur Aufstiegsrelegation. Nach schleppendem Vorbereitungsbeginn merke man nun, dass die Mannschaft fit werde. Bis auf den Abgang von Stefan Perna (TuS Dirmstein) sei der Kader zusammengeblieben. Zwei, drei Akteure aus der zweiten Mannschaft hätten sich ins erste Team gespielt.

VfR Frankenthal II

Einen Punkt weniger als Lambsheim weist der VfR Frankenthal II auf. Und auch dieser will laut Coach Robert Toth zum Angriff auf die Spitze blasen. Die „Zweite“ soll aufsteigen. Toth hofft dabei auf Unterstützung von Spielern aus der „Ersten“, da deren Kader verstärkt worden sei. Mit der Vorbereitung ist der Trainer zufrieden, auch die Testspiele seien jüngst ordentlich verlaufen. Er sei sich bewusst, dass es eine schwierige Aufgabe sei, noch ganz nach vorne zu kommen. „Wir wollen es versuchen“, sagt er.

TSV Eppstein

Der TSV Eppstein ist froh, überhaupt in die Aufstiegsrunde reingerutscht zu sein. Mit drei Punkten starten die Eppsteiner vom vorletzten Platz aus, gastieren zum Start beim Letzten FV Freinsheim II. Auch wenn da ein Sieg gelingen würde, sieht Trainer Patrick Maginot die Lage realistisch. Der Zug vorne sei abgefahren, Mörsch und Dirmstein seien zu weit weg. Zumal beim TSV die Vorbereitung sehr durchwachsen gewesen sei. Stammspieler seien längerfristig verletzt, jede Woche gebe es neue Corona-Fälle. Bisher sei nur ein Vorbereitungsspiel ausgetragen worden: „Wir haben einfach keine Mannschaft zusammenbekommen.“

Abstiegsrunde

TuS Flomersheim

Die Flomersheimer müssen sich sammeln. Das Verpassen der Aufstiegsrunde liege dem Team noch schwer im Magen, sagt Trainer Talip Tartar. „Das haben wir im letzten Spiel der Hauptrunde selbst verbockt“, blickt er zurück. Noch sei die Motivation bei seinen Spielern schlecht: „Die muss ich aufpäppeln.“ Die Ausgangslage ist mit zwölf Punkten und Platz zwei gut. Da dürfte nicht mehr viel in Sachen Abstieg passieren, glaubt auch Tartar. Zum Start geht es gegen den punktgleichen Ersten, den TSV Bockenheim.

Vatanspor Frankenthal

Vatanspor steht mit acht Zählern genau in der Mitte des Feldes, nur einen Punkt vor dem Vorletzten (SC Bobenheim Roxheim II) und Drittletzten (VT Frankenthal). „Nach wie vor ist die Enttäuschung bei Mannschaft und Trainerteam groß, dass wir die Aufstiegsrunde nicht erreicht haben“, sagt Coach Kenan Tepecik. Doch er ist sich sicher, dass Vatanspor die nötigen Punkte zum Klassenverbleib holt. Die Spieler seien motiviert, der Kader sei zusammengeblieben. Florim Kurti (SV Schauernheim) und Ramazan Sökman (AH Vatanspor) sind neu dabei.

VT Frankenthal

„Wir wollen alles dransetzen, den Abstieg zu vermeiden“, sagt Trainer Daniel Kettenmann. Die Vorbereitung verlaufe weitestgehend ruhig. Pascal Rother, der im Sommer nach Schauernheim gewechselt war, kam nun wieder zurück. Im ersten Spiel gastiert der Tabellenletzte, die SG Leiningerland, bei der VT. Eine gute Gelegenheit, um zum Start Boden gutzumachen.

SC Bobenheim-Roxheim II

Mit sieben Punkten steht der SC II derzeit auf einem Abstiegsplatz. Den Doppelabstieg der „Ersten“ und der „Zweiten“ will man am Binnendamm sicher verhindern.

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