Frankenthal Bänke und Licht für den Adenauer-Platz
Die Grünanlage und der Spielplatz am Konrad-Adenauer-Platz im Wohngebiet Lauterecken werden – unter Berücksichtigung der Anwohner-Wünsche – für knapp 100.000 Euro optisch aufgemöbelt. Darauf hat sich der Planungs- und Umweltausschuss verständigt. Die ursprünglich vorgesehene aufwendige und kostspielige Umgestaltung der beliebten Freizeitanlage ist damit vom Tisch.
„Es ist Inspektionsbedarf vorhanden“, sagte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) am Dienstag. Der Adenauer-Platz solle in einen ordentlichen Zustand versetzt werden. Um eine hohe Akzeptanz bei den Nutzern zu erreichen, sei es der Verwaltung wichtig gewesen, die Anregungen der Bürger in die Planung einfließen zu lassen. Wie berichtet, hatte dazu im April 2015 ein Ortstermin stattgefunden. „Es geht um eine behutsame Wiederherstellung des Platzes ohne wesentliche Änderung“, hob Hebich hervor und verwies auf die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe. An der Südseite des Areals, das aus einer Grünanlage (2000 Quadratmeter) und einem Spielplatz (1500 Quadratmeter) besteht, wird den überalterten Gehölzen ein Verjüngungsschnitt verpasst. Der Feuerdorn im nördlichen Abschnitt soll verschwinden, nicht aber die von den Kindern als „Höhlen“ genutzte Bepflanzung in der Nordostecke. Um die vielen Stolperfallen zu beseitigen, ist eine Komplettsanierung der Wege (Kosten rund 40.000 Euro) vorgesehen. Auch die vorhandene Geländestufe mit einer Höhendifferenz von rund 25 Zentimetern soll ausgeglichen werden. Um den Aufenthalt bequemer zu gestalten, soll es fünf neue Sitzbänke inklusive Abfallbehälter geben. Für einen sicheren Durchgang bei Dunkelheit ist auch eine Beleuchtung des Platzes beabsichtigt. Vorerst nicht entfernt wird – nach kontroverser Diskussion in der Arbeitsgruppe – das Holzrankgerüst im Süden, das dem Spielplatz zugeordnet ist und als Tor genutzt wird. Der Vorschlag des Seniorenbeirates, einen generationenübergreifenden Bewegungsbereich anzulegen (Kosten etwa 34.000 Euro), wurde zurückgestellt. Zunächst sollen Erfahrungen mit dem im Metzner-Park geplanten Parcours abgewartet werden. Gabriele Bindert (CDU) begrüßte, dass den Anliegen der Bürger Rechnung getragen worden sei. Die Pläne zur Instandsetzung der Anlage seien gut und würden von ihrer Fraktion mitgetragen. Allerdings sei der Preis für die Sitzbänke (20.000 Euro) sehr hoch. Günstigere Angebote sollten geprüft werden. Bernd Leidig (SPD) wies darauf hin, dass die Generalsanierung, die einmal zur Debatte gestanden habe, sehr kritisch beurteilt worden sei. Die Akzeptanz der Freizeitanlage sei sehr groß, durch die geplanten Rodungen werde sie besser einsehbar. Carl Hezel (FWG) hob hervor, dass die Intervention seiner Fraktion und der Grünen gegen den früheren Haushaltsansatz von 300.000 Euro richtig gewesen sei. Den Ortstermin mit den Anwohnern bezeichnete er als sehr sinnvoll. „Die Planung ist spitze.“ Auch Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) meinte, dass eine vernünftige Lösung gefunden worden sei. Allerdings sei eine Beleuchtung des Platzes – auch mit Rücksicht auf die reduzierten Bestände von Nachtfaltern – nicht erforderlich. Für seinen Antrag, die Planung in diesem Punkt abzuändern, fand sich allerdings keine Mehrheit. (eec)