Frankenthal Auszeit:

„Elf Freunde müsst ihr sein“, lautet ein alter Fußballerspruch, der den Teamgeist innerhalb einer Mannschaft heraufbeschwören soll. Was abgedroschen klingt, bestätigt sich im Sport immer wieder, wie ein Blick auf die A-Klasse-Fußballer des SC Bobenheim-Roxheim beweist. Wohl nur die kühnsten Optimisten hätten vor der Saison geglaubt, dass die Elf von Trainer Stephan Szymczak im März auf dem zweiten Tabellenplatz stehen würde. Doch genau so kam es. 47 Punkte hat die Truppe inzwischen gesammelt. Der Schlüssel zum Erfolg ist für Szymczak – Sie ahnen es – „der unheimliche Teamgeist, den die Mannschaft zu jeder Zeit lebt“. So auch am vergangenen Sonntag wieder, als der SC im A-Klasse-Topspiel nach einer schlechten ersten Hälfte den ESV Ludwigshafen doch noch mit 3:1 niederrang. Spielerische und technische Mängel Einzelner wurden von den Spielern gemeinsam ausgeglichen. „Der Gedanke, sich gegenseitig zu unterstützen, ist bei den Jungs einfach riesig ausgeprägt“, sagt Szymczak. Elf Freunde müsst ihr sein – und beim SC Bobenheim-Roxheim sind es sogar mehr als elf. Straßenkickern wird ja gemeinhin eine gewisse Qualität zugesprochen. Sie sollen technisch versierter sein als die im Ligaalltag in taktische Vorgaben eingeschnürten Vereinsfußballer. Von Straßenkeglern dürfte dagegen seltener bis gar nichts zu hören sein. Bei Kegel-Bundesligist TuS Gerolsheim brachte am vergangenen Sonntag der völlig frustrierte Dieter Staab diese Variante nach der Niederlage gegen den ebenfalls um den Klassenverbleib kämpfenden SKC Monsheim ins Spiel. Staab war mit seiner Leistung – er erzielte 883 Kegel – überhaupt nicht zufrieden. Vielleicht sei er mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache gewesen. Zu seinen Mitspielern sagte er: „Heit hätt’ ihr ach en Spieler vun de Stroß hole kenne.“ Sportliche Grüße senden Koehl und Tresch |koep