Frankenthal Auftakt für Aufsteiger TSV Eppstein
Frankenthal. Zwei Derbys stehen in der Fußball-A-Klasse am Sonntag auf dem Programm. Der TuS Dirmstein empfängt die DJK Eppstein, und der SC Bobenheim-Roxheim trifft am Binnendamm auf Aufsteiger TSV Eppstein, der sein erstes Meisterschaftsspiel in der neuen Klasse bestreitet. Gut aus den Startlöchern gekommen ist der zweite Aufsteiger CSV Frankenthal, bei dem der SV Obersülzen gastiert.
Geht der SC mit dem Selbstbewusstsein des Sieges aus dem ersten Ligaspiel in die Partie? Oder ist noch die herbe Niederlage aus dem Pokalspiel am Mittwoch beim SV Maudach (1:5) in den Köpfen der Spieler? Da Trainer Stephan Szymczak beim Pokalspiel nicht dabei war, bleibt er zurückhaltend, was die Ursachenerforschung angeht. Der ungewohnte Hartplatz könne ein Grund gewesen sein, mutmaßt er. Vielleicht sei die Niederlage aber auch ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit gewesen. Der Coach hofft, dass seine Truppe so den TSV Eppstein nicht auf die leichte Schulter nimmt. Denn die Gäste würden in ihrem ersten Ligaspiel sicher noch von der Aufstiegseuphorie getragen, meint der Übungsleiter. Einige angeschlagene, verletzte und urlaubende Spieler beklagt TSV-Trainer Tobias Hinkel. „Vor zwei Wochen sah alles noch so gut aus, jetzt droht zum Auftakt gleich der Ausfall von fünf Spielern.“ Sicher nicht dabei sein könnten Eric Naßhan (verletzt) und Dominik Groß (Urlaub). Fragezeichen stünden hinter Mirko Breunich, Kai Schuppel und Robin Gögel. Doch Hinkel will nicht jammern. „Wir freuen uns, dass es losgeht. Die Spieler sind heiß und motiviert“, berichtet er. Hinkel hat jedoch registriert, dass der SC mit dem 3:0-Erfolg in Dirmstein zum Saisonstart ein Ausrufezeichen gesetzt hat. „Bei einer Mannschaft, bei der ich damit rechnete, dass sie vorne mit dabei sein wird. Respekt. Wir müssen jetzt erst einmal reinkommen.“ RHEINPFALZ-Tipp: 2:2. TuS Dirmstein – DJK Eppstein (Sonntag, 15 Uhr) Den Saisonstart hatte sich der TuS Dirmstein anders vorgestellt. 0:3 verlor die Mannschaft zu Hause gegen den SC Bobenheim-Roxheim. Nun folgt ein weiteres Heimspiel. Ein erneutes Negativerlebnis käme da mehr als unpassend. „Unsere Niederlage war unglücklich, aber nicht unverdient“, bilanziert TuS-Trainer Oliver Müller. Eigentlich sei es ein typisches 0:0-Spiel gewesen. Doch erst das Tor und dann die vertretbare Gelb-Rote Karte zwei Minuten danach hätten den TuS aus der Bahn geworfen. Müller fordert von seinem Team, sich durchzubeißen. Denn die Aufgabe DJK Eppstein schätzt er schwerer ein als die gegen den SC. „Vielleicht haben wir das Spielglück dieses Mal auf unserer Seite und können die drei Punkte hier behalten.“ Doch genau diese drei Punkte möchte auch DJK-Trainer Halil Kaya gerne einsacken. „Wir fahren nach Dirmstein, um zu gewinnen“, sagt er selbstbewusst nach dem Sieg im Pokal gegen den Bezirksligisten VfR Frankenthal und nach dem 5:1-Auftakterfolg gegen Alemannia Maudach in der Liga. Gefallen hat Kaya insbesondere das Auftreten seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit gegen Maudach. „Da waren wir die klar bessere Mannschaft. Da haben wir keine Chance mehr zugelassen.“ Doch der DJK-Trainer warnt auch davor, den TuS Dirmstein zu unterschätzen. Noch sei alles in der Findungsphase. Nach fünf, sechs Spieltagen könne man schauen, wie sich die Liga sortiert habe. Bei der DJK seien alle konzentriert, auch weil Konkurrenzkampf im Kader herrsche. RHEINPFALZ-Tipp: 1:2. CSV Frankenthal – SV Obersülzen (Sonntag, 15 Uhr) Gut angekommen ist der CSV in der A-Klasse. Für die Frankenthaler ist diese Klasse Neuland. Die Nervosität sei seinen Akteuren in der ersten Halbzeit des Spiels bei Arminia Ludwigshafen II anzumerken gewesen, sagt Trainer Martin Wohlschlegel. Doch er ist stolz auf seine Jungs, die in einer Woche zwei gute Spiele machten. Denn im Pokal besiegte der CSV die TSG Eisenberg. Wohlschlegel will sich davon nicht blenden lassen. Er wisse nicht, ob bei den jeweiligen Gegnern schon alle Spieler an Bord gewesen seien. Aber: Der CSV könne spielerisch in der neuen Klasse mithalten. Dass Obersülzen am ersten Spieltag gegen Weisenheim 0:9 unter die Räder gekommen ist, hat für Wohlschlegel kaum Aussagekraft. RHEINPFALZ-Tipp: 3:0.