Frankenthal „Aufgeben ist nicht“

«Gerolsheim.» Seit vier Spielen warten die Kegler des in arger Abstiegsnot befindlichen DCU-Erstligisten TuS Gerolsheim auf einen Sieg. Ob es am Samstag was wird? Ein Selbstläufer ist die Partie jedenfalls nicht. Denn der TuS empfängt den starken Aufsteiger TV Haibach. Spielbeginn ist um 13 Uhr.
Durch die Niederlagenserie ist der TuS mittlerweile in der Tabelle auf Rang zehn abgerutscht und würde nach derzeitigem Stand direkt in die Zweite Bundesliga absteigen. Der Abstand zum Relegationsplatz neun, den aktuell BF Damm Aschaffenburg innehat, beträgt bereits vier Punkte. Doch beim TuS hat man noch lange nicht den Kopf in den Sand gesteckt. „Mal schauen, was noch geht. Aufgeben ist nicht“, sagt Christian Mattern, Kapitän der Gerolsheimer. Er kündigt an, dass die Pfälzer auch weiterhin Woche für Woche die schlagkräftigste Truppe aufstellen werden, die zur Verfügung steht. „Wir wollen punkten, wo es noch geht.“ Ob das schon am Wochenende der Fall sein wird? Einfach wird das nicht. Denn Aufsteiger TV Haibach spielt eine sehr gute Saison, sollte eigentlich mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Derzeit liegen die Unterfranken auf Rang vier, haben schon 16 Zähler auf der Habenseite. „Haibach hat die Aufstiegseuphorie perfekt in die Erste Bundesliga mitgenommen“, erkennt Christian Mattern die Leistung des Gegners an. Dazu habe sich der TV mit Nico Bittenbring (Auswärtsschnitt: 959 Holz) gut verstärkt. „Der sechste Mann war immer die Schwachstelle des TV“, sagt Mattern. Mit Bittenbring seien da jetzt immer 50 bis 100 Holz mehr drin. Das Gros der Punkte hat der TV zu Hause geholt. Aber auch auswärts verkauft sich die Truppe teuer, hatte Mörfelden und Ettlingen am Rand einer Niederlage. „Haibach ist im Lauf der Saison nie in untere Tabellenregionen reingerutscht. Die können im Prinzip ganz locker drangehen“, meint Mattern. Ihre stärksten Spieler, Thomas Haas (996) und Markus Brunner (990), kämen für gewöhnlich im Mittelpaar zum Einsatz. Komplettiert wird der TV-Kader von Steffen Elbert (975), Marco Matheis (965) und Steffen Matheis (959). Den beiden Haibacher Topleuten will der TuS Routinier Jürgen Staab (Heimschnitt: 978) und Mattern (1010) entgegenstellen. „Jürgen ist zurzeit Bombe drauf“, lobt Mattern. Und das brauche man auch. Den Anfang machen Marcel Emrath (988) und der zuletzt etwas schwächelnde André Maul (991). Im Schlusspaar spielen Christian Buck und Martin Rinnert (988). Ersatz sind Dieter Staab und Michael Emrath. Der TuS will unbedingt an die Heimauftritte des vergangenen Jahres anknüpfen. Denn gerade auf den eigenen Bahnen zählen nur noch Siege, will sich die Mannschaft noch eine Minimalchance auf den Kampf um den Ligaverbleib erhalten. Nach dem enttäuschenden Auftritt in Großkarlbach gegen den 1. SKC Monsheim zeigte sich das Team in Plankstadt verbessert. Zwar reichte es nicht, um Zählbares aus Baden mitzunehmen. Aber die Leistung sollte Selbstvertrauen geben, dass gegen den bislang so famos aufspielenden Aufsteiger etwas geht. „Wir kennen die Tabelle, klar. Und mit jeder Niederlage wird es schwieriger“, sagt Christian Mattern. Aber auf den 5873 Kegeln in Plankstadt könne man aufbauen.