Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel ASV Heßheim empfängt Bobenheim-Roxheim zum Derby in A-Klasse Rhein-Pfalz

Heßheims Dominik Hess (rechts) im Zweikampf mit Samuel Walz (VfR Frankenthal).
Heßheims Dominik Hess (rechts) im Zweikampf mit Samuel Walz (VfR Frankenthal).

Zwei Mannschaften, die sich nach einem Tief wieder gefangen haben, treffen am 17. Spieltag der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz aufeinander. Der SC Bobenheim-Roxheim hat mit dem gastgebenden ASV Heßheim noch eine Rechnung offen.

Den 9. Oktober 2022 hat Norbert Prehn nicht vergessen. „Wir haben noch eine kleine Rechnung offen“, sagt der Trainer des SC Bobenheim-Roxheim mit Blick auf die 1:5-Auswärtsschlappe in der Hinrunde der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz. Am Freitagabend stehen sich beiden Mannschaften erneut gegenüber (Anpfiff: 19.30 Uhr, Rasenplatz Heßheim). Es ist das Duell zweier Mannschaften, die sich im Aufwind befinden.

Die Spielzeit 22/23 war eigentlich eine erfolgreiche für den ASV Heßheim, der die Runde punktgleich mit der DJK SW Frankenthal als Tabellendritter abschloss, sich aber im Entscheidungsspiel mit 1:0 durchsetzte. Das entscheidende Spiel um den Aufstieg verloren die Heßheimer aber mit 0:1 gegen die TSG Deidesheim. „Die Spieler haben körperliche und mentale Blessuren mit in diese Saison geschleppt“, sagt ASV-Trainer Kai Schäfer, der nach drei Jahren ohne Trainerjob im Sommer zu den Heßheimern zurückkehrte, die er bereits zuvor drei Jahre lang trainiert hatte.

Tiefpunkt bei Vatanspor

Der ASV Heßheim erwischte einen unerwartet schwachen Start in die Saison. Zum Auftakt gab’s ein 0:1 gegen den VfR Frankenthal, der Tiefpunkt war am fünften Spieltag mit der 1:2-Niederlage bei Vatanspor Frankenthal erreicht – das ASV Heßheim war Tabellenvorletzter. Im Spielerkreis nach der Partie sprach Kai Schäfer den Seinen Mut zu, verbreitete Zuversicht. Er sollte Recht behalten, bereits am nächsten Spieltag folgte mit dem 1:0 gegen den ASV Birkenheide der erste Saisonsieg. In den vergangenen beiden Spielen schossen sich die Heßheimer den Frust von der Seele. Nach dem 5:0 gegen den ASV Maxdorf und dem 6:0 bei der SG Alemannia Maudach/SV Maudach ist Heßheim Tabellenelfter.

„Die Zeit heilt Wunden“, sagte Kai Schäfer, der nach der Rückkehr von Urlaubern und Langzeitverletzten personell wieder über ein größeres Reservoir verfügt als zum Saison beginn. Dass der SC Bobenheim-Roxheim auf dem zweiten Tabellenplatz steht, überrascht ihn nicht. Um die Qualität der Mannschaft habe er gewusst, aber sie sei natürlich auch schlagbar. „Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen. Spielerisch sind wir noch keine Spitzenmannschaft, das geht nur über den Kampf“, weiß Schäfer.

Nackenschlag in Dirmstein

Darin ist er sich mit Norbert Prehn einig. „Wir müssen in Heßheim den Kampf annehmen. Wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, gewinnt das Spiel“, sagt der Trainer des Tabellenzweiten, der lange Zeit souverän agierte, aber dann, beginnend mit dem 0:2 im Spitzenspiel beim Tabellenführer TuS Dirmstein, eine kleine Negativserie mit drei Niederlagen in Serie hinlegte. Aber der SC Bobenheim-Roxheim fing sich wieder, gewann seine letzten drei Spiele und ist jetzt wieder Tabellenzweiter. „Das Spiel in Dirmstein hat uns einen Nackenschlag versetzt, aber eine gute Mannschaft muss auch einmal verlieren können“, betont Prehn, der fraglos über eine mit großer Qualität ausgestattete Mannschaft verfügt. Bedauerlich, dass Neuzugang Yunus Kavak, sich schon am zweiten Tag am Knie verletzte und zunächst gar nicht und zuletzt nur für kurze Einsätze zur Verfügung stand. Das soll sich aber bald wieder ändern.

„Heßheim hat eine gute Truppe, die sind aggressiv, gallig, da müssen wir schon enorm aufpassen. Die Jungs sind gut und spielen besser als es der Tabellenstand aussagt“, mahnt Prehn. „Die puschen sich gegenseitig hoch, auch bei Standards, gerade bei Eckbällen, sind sie stark“, erwartet er einen schweren Gang.

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