Frankenthal Architekt: Büros und Ratssaal möglich

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Das denkmalgeschützte dreigeschossige Verwaltungsgebäude der Firma KBA an der Lambsheimer Straße ist bestens geeignet, mehrere Dienststellen der Stadt dort unterzubringen. Zu diesem Ergebnis kommt Architekt Norbert Hund (Kaiserslautern). Er hat diese Woche dem Haupt- und Finanzausschuss ein vorläufiges Raumprogramm präsentiert. Vorstellbar sei auch ein Umbau der östlich angrenzenden ehemaligen Lackiererei zu einem Ratssaal.

Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) stellte klar, dass es sich vorerst lediglich um eine Machbarkeitsstudie handele, die noch keinerlei Aussagen zu Wirtschaftlichkeit und Kosten enthalte. Auch sei die Zuschussfrage derzeit noch völlig offen. Hebich: „Und außerdem gehört uns das Gebäude nicht.“ Diplom-Ingenieur Detlef Lilier, der als Projektleiter der Firma Firu in Kaiserslautern bei der Erarbeitung des Masterplans für das Albert-Frankenthal Quartier federführend war, bezeichnete eine Nutzung der KBA-Immobilie durch die Stadtverwaltung als optimal, da sie gut an die Innenstadt angebunden sei. Eine „Impulsentwicklung“ könne sich positiv auf den Wert des Areals auswirken. Allerdings müsse das Gelände aufgebrochen und mit neuen Zugängen versehen werden. Firu-Mitarbeiter Dennis Christmann gab zu bedenken, dass das Personal der Stadtverwaltung (aktuell 1154 Mitarbeiter) gegenwärtig auf 14 Standorte in der Stadt verteilt sei. Er riet, die Mietverhältnisse in der Speyerer Straße und in der Westlichen Ringstraße aufzugeben und sich darüber hinaus von den im städtischen Eigentum stehenden Immobilien in der Karolinenstraße und Hammstraße (Zulassungsstelle) zu trennen. Er schlug eine Unterteilung in zentrales, soziales und technisches Rathaus vor. Als Stärken des um 1920 entstandenen Verwaltungsgebäudes stellte Architekt Hund das repräsentative barocke Treppenhaus und die hohe Flexibilität bei der Raumaufteilung heraus, da sich Innenwände leicht versetzen ließen. Die Barrierefreiheit lasse sich – auch durch den Einbau eines Aufzuges – problemlos herstellen. Unter dem steilen Satteldach sei viel Platz, um bei Bedarf zusätzliche Räume einzurichten. Fünf städtische Bereiche ließen sich nach Norbert Hunds Entwürfen in dem Gebäude unterbringen: Schulen, Kultur und Sport sowie Grundstücks- und Gebäudemanagement im Erdgeschoss, Planen und Bauen sowie Recht im ersten Obergeschoss, Ordnung und Umwelt im zweiten Obergeschoss (mit Erweiterungsmöglichkeiten im Dach). Im Untergeschoss sei Platz für Magazin- und Archivräume sowie ein Museumsdepot. Für die frühere KBA-Lackiererei brachte Planer Norbert Hund dem Ausschuss mit Blick auf die mit über 13 Metern stattliche Höhe des Gebäudes einige imposante Nutzungsmöglichkeiten näher. Nach einem Teilabriss lasse sich die Werkshalle zu einem Ratssaal (250 Quadratmeter) samt Besuchertribüne, großzügigem Foyer und Besprechungsräumen umbauen. Sogar eine Penthouse-Wohnung sei denkbar. Der Ausschuss nahm die Machbarkeitsstudie zunächst kommentarlos zur Kenntnis. |eec

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