Frankenthal Arbeitsmarkt: Betriebe agieren vorsichtig

In der Stadt liegt die Arbeitslosenquote bei neun Prozent.
In der Stadt liegt die Arbeitslosenquote bei neun Prozent.

Die Arbeitslosigkeit in der Vorderpfalz bleibt auf hohem Niveau. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal waren im Februar 2882 Menschen arbeitslos gemeldet, in der Stadt Frankenthal waren es 2169 Personen. Die Arbeitslosenquote im Bezirk ist um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent gestiegen, in der Stadt liegt sie weiter bei 9 Prozent. „Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus saisonalen Gründen spürbar zugenommen“, erklärt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal. In den vergangenen vier Wochen meldeten sich im Bezirk 552 Personen neu arbeitslos, gleichzeitig konnten 520 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. „Die Bewegungen am Arbeitsmarkt sind vorhanden, aber insgesamt verhalten“, sagt Lenke und ergänzt: „Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir jedoch, dass die nachhaltige Integration in Beschäftigung anspruchsvoller geworden ist. Viele Betriebe agieren angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten weiterhin vorsichtig.“ Das zeigen auch die Meldungen neuer Stellen. Der Arbeitgeber-Service registrierte 85 neue Stellenangebote im Bezirk, davon 65 im Stadtgebiet Frankenthal. Für die kommenden Monate könne mit einer saisonüblichen Belebung im Frühjahr gerechnet werden, allerdings ohne starke Impulse, meint Lenke. Die Arbeitslosenquote in der Vorderpfalz verharrt bei 7,5 Prozent, während der Stellenbestand weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt. Dennoch gibt es laut Arbeitsagentur erste Anzeichen einer Erholung, wie die gestiegene Zahl der Arbeitsaufnahmen zeige. Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen, erklärt: „Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind weiterhin vorhanden, auch wenn sich im Februar etwas Stabilität auf dem Arbeitsmarkt eingestellt hat.“ Obwohl die Meldungen neuer Stellen leicht zugenommen habe, liege der Stellenbestand nur knapp über dem Niveau der Coronajahre 2020 und 2021.

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