Frankenthal Anerkennung für engagierte Arbeit
Mit großem Erfolg hat sich die katholische Kindertagesstätte St. Ludwig an dem Pilotprojekt „Speyerer Qualitätsmanagement“ beteiligt. Als erste Einrichtung im Bistum Speyer ist sie jetzt nach dreijähriger Bewertungsphase mit dem Qualitätsbrief des Verbandes katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) ausgezeichnet worden.
Bei einer Feierstunde im Ludwigssaal, die von Laura Horn (Querflöte) umrahmt wurde, gratulierte Generalvikar Franz Jung als Vertreter des Bischofs zu diesem „Etappensieg“. Das Bistum investiere sehr viel in die kontinuierliche Entwicklung und Qualitätssicherung seiner Kindertagesstätten, hob er vor rund 50 Gästen hervor. Die intensive fachliche Auseinandersetzung und die Dokumentationspflicht während der Evaluationsphase hätten viel Kraft gekostet, aber auch Energie und Schwung in der Einrichtung freigesetzt. 154 von 157 möglichen Punkten hat die Kita St. Ludwig erreicht. Positiv bewertet worden seien in erster Linie der Umgang „auf Augenhöhe“ mit den Eltern, die enge Verknüpfung zwischen Kita und Kirchengemeinde sowie die optimale Raumausnutzung, erläuterte der Generalvikar. Der Qualitätsbrief sei kein Abschluss. „Eigentlich geht es jetzt erst richtig los.“ Der Kindertagesstätte St. Ludwig komme eine Vorreiterrolle zu, unterstrich die KTK-Referentin Magdalena Wilmanns. Von den bundesweit 9000 katholischen Kindergärten sei die Frankenthaler Einrichtung die vierte, die den Qualitätsbrief erhalte. Bei KTK – ansässig in Freiburg – handle es sich um einen Caritas-Fachverband. Die Qualität der engagierten Arbeit der Kita St. Ludwig werde mit „Brief und Siegel“ bestätigt, freute sich Pfarrer Stefan Mühl. Der Qualitätsbrief sei der Endpunkt eines langen Weges, dem man zunächst skeptisch und mit vielen Fragen gegenübergestanden habe. Eine ganze Menge Kleinarbeit sei auf das Kita-Team und die Qualitätsbeauftragte Karin Krönert zugekommen. Die Auszeichnung wertete Mühl als Ansporn für eine weiterhin qualifizierte Arbeit. Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) beglückwünschte die Kita St. Ludwig und stellte die Bedeutung kirchlicher Träger für die Vermittlung von Glaubensinhalten und christlichen Werten heraus. Gerade bei der Erziehung junger Menschen spiele das qualitative Moment eine wichtige Rolle. Der lange Prozess der Qualifizierung könne auch als Chance begriffen werden. In der dreigruppigen Kindertagesstätte St. Ludwig in der Westlichen Ringstraße (75 Plätze) arbeiten elf pädagogische Fachkräfte. Leiterin Karin Wieder bedankte sich bei ihrem „tollen Team“ mit den Worten: „Ich bin stolz auf euch.“ Und alle stimmten in den Chor „Wir sind froh, denn wir haben es geschafft“ zur Melodie von „Yellow Submarine“ ein. |eec