Kolumne „Nachspielzeit“ RHEINPFALZ Plus Artikel Altunkaynaks Doppelpack ebnet Vatanspor Frankenthal den Weg gegen Eisenberg II

Gleich fällt das 2:0 für Vatanspor: Fuar Altunkaynak (rechts) schnürt den Doppelpack.
Gleich fällt das 2:0 für Vatanspor: Fuar Altunkaynak (rechts) schnürt den Doppelpack.

Mit großen Ambitionen ist Vatanspor Frankenthal in die Saison in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord gestartet. Die Enttäuschung war groß, dass in der Hauptrunde der Einzug in die Aufstiegsrunde verpasst wurde. Nun steckt die Mannschaft weiter mitten im Kampf gegen den Abstieg. Trainer Kenan Topezik hat in dieser Woche aufgehört. Vereins-Vorsitzender Ferhat Ellek ist wieder in der Doppelfunktion tätig. Da taten die Punkte am Sonntag beim 4:0 (2:0) gegen den Abstiegskonkurrenten TSG Eisenberg II richtig gut.

Ein Doppelschlag von Fuat Altunkaynak (23./28.) ebnete bereits in der ersten Halbzeit den Weg zu diesem Sieg, den Fatih Sezgin (73.) und Ramazan Sokman (77.) vollendeten. Vielleicht kommt nun etwas mehr Ruhe in die Reihen von Vatanspor. Doch auf der sicheren Seite ist die Mannschaft noch nicht. 17 Punkte stehen auf dem Konto. Das ist immerhin Platz drei der Abstiegsrunde.

Alle müssen punkten

Aber dort punkten derzeit Mannschaften, die nicht mehr bei allen auf der Rechnung standen: der SC Bobenheim-Roxheim II (7:2 in Weisenheim) und die SG Leiningerland (4:2 gegen VT Frankenthal) beispielsweise. Bis auf den SV Weisenheim II müssen alle Teams noch etwas für ihr Punktekonto tun. Selbst die TSG Eisenberg II (12) kann das rettende Ufer noch erreichen.

Der SG Leiningerland werden wohl noch die Punkte aus dem Spiel eine Woche zuvor zugesprochen – gegen Vatanspor. Diese Partie wurde bereits nach 28. Spielminuten abgebrochen. Laut Ferhat Ellek hat einer der Vatanspor-Spieler dem Schiedsrichter die Pfeife aus der Hand geschlagen, was zur Roten Karte führte. Doch der Unparteiische habe zuvor den Spieler beleidigt, sagt Ellek. Eine Gelb-Rote-Karte stand da bereits für die Frankenthaler zu Buche.

Ellek hofft, dass Spieler mitziehen

„Im nächsten Spiel gegen den TSV Bockenheim am 8. Mai, ebenfalls auf unserem Platz, geht es für uns um alles. Das Spiel müssen wir unbedingt gewinnen“, sagt Ellek. Bockenheim belegt mit 18 Punkten derzeit Platz zwei der Abstiegsrunde. Danach muss Vatanspor gegen den Spitzenreiter der Abstiegsrunde ran, den SV Weisenheim am Sand II. Da könne man nie einschätzen, welche Spieler aus deren erster Mannschaft zum Einsatz kommen.

Ellek hofft, dass die Spieler mitziehen. Er wolle sich intensiv um sie kümmern. „Das gehört heutzutage zum Trainerjob in den unteren Klassen dazu.“ Er sagt, dass Topezik da mehr auf die Eigenverantwortung der Spieler gesetzt habe. Außerdem meint er, dass die Mannschaft in dieser Saison viel Stress habe. Das schlage sich auf die Leistung nieder. Er meint damit auch die Situation des Vereins am Sportplatz in Mörsch – ohne eigene Umkleidekabine und mit für den Verein unbefriedigenden Trainingszeiten. Doch nun wolle man noch einmal richtig Gas geben. „Die Abstiegsrunde spielt derzeit ein wenig verrückt. Jeder kann gegen jeden gewinnen“, verdeutlich Ferhat Ellek die Situation. Und absteigen wolle er auf keinen Fall mit einer Mannschaft, deren Blick vor der Saison ehre Richtung A-Klasse ging.

x