Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: SC Bobenheim-Roxheim gewinnt bei Eintracht Lambsheim 4:1

Spritziger: SC-Spieler Maximilian Haltenberger (Mitte) zieht an Tristan Bender (links) vorbei.
Spritziger: SC-Spieler Maximilian Haltenberger (Mitte) zieht an Tristan Bender (links) vorbei.

Der SC Bobenheim-Roxheim war in der Partie der Fußball-A-Klasse am Sonntag bei Eintracht Lambsheim von Beginn an hellwach. Spielentscheidend waren die ersten 15 Minuten. Das Team von Trainer Norbert Prehn gewann mit 4:1 (2:0). Ein SC-Akteur hatte einen starken Tag.

In der Anfangsviertelstunde des Derbys ließ sich die gastgebende Eintracht aus Lambsheim vom SC Bobenheim-Roxheim quasi überrennen. Als die Mannschaft von Coach Andreas Persohn endlich ins Spiel eins ohne Ex-Trainer Marc Hornig fand, war das Derby fast schon entschieden. Erst nach einer knappen halben Stunde wurde die Persohn-Elf aktiver. „Die Trinkpause hat uns gerettet“, gab der Eintracht-Coach zu.

Was zuvor passierte, das würde er wahrscheinlich lieber vergessen. Sein Gegenüber Norbert Prehn wird strahlen, wenn er an die Anfangsphase der Partie denkt. Bereits vor dem Anpfiff setzte seine Mannschaft Zeichen. Im Kreis stehend stellten sich die Spieler die Frage, ob sie wach seien? Die Antwort war ein gebrülltes „Ja“. Und wie wach die Gäste vom Binnendamm waren.

Karagiozidis unter Beschuss

Keine Minute war gespielt, da prüfte Fabio Ranscht erstmals Kyriakos Karagiozidis im Eintracht-Tor. Drei Minuten später hatte SC-Kapitän Robin Wanger die Chance, um die Führung zu erzielen. Doch auch er scheiterte an Karagiozidis. Der konnte dem Dauerbeschuss jedoch nicht standhalten und griff in der siebten Spielminute dann doch hinter sich. Nach einem abgewehrten Schuss von Yannis Kusch sprang der Ball über Umwege zu SC-Mittelfeldmann Nils Gansert. Der 23-Jährige nahm aus 17 Metern Maß und traf sehenswert ins Tor. Acht Minuten später waren es erneut die Gäste, die jubelten. Kusch setzte sich über die rechte Seite gegen Miguel Löffner durch und überwand auch den herausgeeilten Karagiozidis mit einem schönen Lupfer – 0:2.

„Die Jungs sind super in der Offensive. Die bekommst du in einer Eins-gegen-eins-Situation nicht verteidigt“, zollte Andreas Persohn den Gästestürmern Respekt. Vor allem Kusch hatte es dem Coach der Gastgeber angetan. „Der ist vielleicht ein Sprinter. Wahnsinnig schnell“, sagte er und war in den Gedanken sicher bei der nächsten gefährlichen Szene des Stürmers. In der 17. Minute hatte der Außenstürmer die Chance auf seinen zweiten Treffer, scheiterte mit seinem Versuch aber an Karagiozidis. „Eigentlich müssen wir nach dem Beginn längst höher führen“, monierte SC-Trainer Norbert Prehn.

Dessen Team ließ es in der Folge etwas ruhiger angehen und gab der Eintracht mehr Platz und Gelegenheiten. Doch weder der flinke Kadir Seckin, dem nach einem 60-Meter-Sprint die Kraft für einen guten Abschluss fehlte (29.), noch Timo Ketterl, der mit dem Kopf nach einer Ecke zur Stelle war (45.), trafen ins Tor der Gäste. Wie es geht, das zeigte Robin Wanger, der aus knapp 20 Metern abzog und zur Vorentscheidung traf.

Stolzer Norbert Prehn

Die Hausherren kamen zwar durch den Anschlusstreffer des eingewechselten Daniel Popiuk noch einmal heran, doch es sollte nicht reichen, um dem SC die Punkte noch abzuknüpfen. Den Deckel drauf machte in der 87. Minute der eingewechselte Tobias Weihe. Erst gefoult, verwandelte er den fälligen Freistoß zum Endstand.

„Supergeil. Das ist das, was Fußball ausmacht“, freute sich Prehn über das Tor seines Mittelfeldmannes zum 4:1. Wenig später pfiff Schiedsrichter Christian Wohn die Begegnung ab. Für Persohn sei diese Niederlage ein Lerneffekt. Einen kleinen Wermutstropfen benannte Kusch. „Wir wollten es eigentlich die Null hinten halten“, beklagte er.

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