Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel 36. Frankenthaler Hallenfußballturnier um den Pokal der RHEINPFALZ: Die Finalrunde

Da ist das Ding: Der ASV Heßheim jubelt mit dem Siegerpokal.
Da ist das Ding: Der ASV Heßheim jubelt mit dem Siegerpokal. Foto: BOLTE

Am Ende setzte sich die spielstärkste und auch effektivste Mannschaft im Turnier durch: A-Klassist ASV Heßheim holte sich mit einem 4:0 im Endspiel gegen Ligakonkurrent MTSV Beindersheim die Siegertrophäe beim 36. Frankenthaler Hallenturnier. Die Mannschaft von Coach Kai Schäfer hatte am Ende mehr zuzusetzen und war auch ohne Top-Spieler Dominik Hess nicht aufzuhalten. Jubeln durften die Heßheimer auch schon vor dem Anpfiff.

In der Pause vor dem Finale wurden die Preise für die Tombola gezogen. Lothar Schäfer, der mit seinem Sohn das Team des ASV Heßheim trainiert, freute sich schon mal alleine über drei Gewinne. Und auch Dominik Hess war unter den Gewinnern. Jedenfalls bei der Tombola. Das Endspiel musste er allerdings von hinter der Bande verfolgen. Er hatte in der Zwischenrunde nach einem Foul an Christian Brunsch (DJK Eppstein) die Rote Karte gesehen.

Wer jetzt aber gedacht hatte, dass die Heßheimer dem MTSV Beindersheim einfach den Turniersieg überlassen würden, irrte. Der ASV war vom Anpfiff weg die spielbestimmende Mannschaft auf dem Kunstrasen. Yannick Busljeta, der 2017 den SC Bobenheim-Roxheim zum Turniersieg gegen den MTSV Beindersheim geschossen hatte, traf nur die Latte und hatte kurz darauf Pech mit der Hacke.

Ein Eigentor leitet die Beindersheimer Niederlage ein

Doch wenig später lief es dann beim ASV nach dem Motto „Jeder Schuss ein Treffer“. Busljeta wurde das Tor zum 1:0 gutgeschrieben. Über die Linie bugsierte den Ball aber Beindersheims Max Schweitzer. Luca Willer erhöhte alsbald auf 2:0. Und als sich sogar Torwart Christian Raab mit dem Treffer zum 3:0 in die Torschützenliste eintragen durfte, war der Beindersheimer Widerstand so gut wie gebrochen.

Die Mannschaft von Spielertrainer Manuel Fruth, die im dritten Jahr in Folge im Endspiel stand und zum dritten Mal verlor, musste danach sogar noch auf den verletzten Marc Erbach verzichten. Das 4:0 für den ASV durch Lukas Klotz setzte den Schlusspunkt unter die Partie und war der Auftakt für eine lange Heßheimer Feiernacht.

ASV überzeugt seinen Trainer mit viel Einsatz

Entsprechend zufrieden war ASV-Trainer Kai Schäfer: „Wir haben gewusst, dass wir eine ganz starke Truppe haben. Wir haben aber etwas gebraucht, um in Form zu kommen.“ Sein Team habe eine sehr starke Mentalität. Der ASV habe nicht unbedingt die besten Fußballer. „Das haben wir mit viel Einsatz wettgemacht.“

„Wir sind mit einem Ziel ins Turnier gegangen: Wir wollten gewinnen“, betonte ASV-Torhüter und Finaltorschütze Christian Raab. Es sei ein schöner Triumph. „Wir haben uns ins Turnier hineingekämpft.“ Er sei sehr stolz auf den Zusammenhalt in der Mannschaft. „Es ist ein gutes Gefühl, gewonnen zu haben.“ Aber seine Gedanken gingen schon in Richtung Restprogramm auf dem Feld.

Lange Gesichter bei den Beindersheimern

Lange Gesichter gab es dagegen im Beindersheimer Lager. Zum dritten Mal hintereinander verlor der MTSV das Endspiel in der Halle Am Kanal. 2017 scheiterte die Mannschaft am SC Bobenheim-Roxheim (0:1), im vergangenen Jahr war der VfR Frankenthal beim 4:5 die bessere und glücklichere Mannschaft.

„Uns haben am Ende einfach der Zug zum Tor und die Entschlossenheit gefehlt“, monierte Adrian Fitz. Der Beindersheimer konnte sich am Ende mit seinen acht Treffern wenigstens noch über den Titel des Torschützenkönigs freuen. „Wir haben gleich drei unglückliche Gegentore kassiert. Dreimal Zweiter zu werden, das ist schon brutal.“

Fruth: Niederlage heftig und bitter

Sein Spielertrainer Manuel Fruth war nach eigener Aussage vor dem Finale eigentlich zuversichtlich gewesen: „Ich habe gedacht: Aller guten Dinge sind drei“, meinte er. Die erneute Niederlage sei heftig und bitter. Dreimal in Folge im Endspiel zu stehen, sei schon etwas Besonderes. „Wir haben ein starkes Halbfinale gespielt. Besser geht es in der Halle eigentlich nicht“, erinnerte Fruth an die famose Leistung seiner Truppe in der Vorschlussrunde gegen die DJK Eppstein, als sich der MTSV klar mit 5:1 durchsetzte (siehe „Zur Sache“).

Doch Manuel Fruth war dann auch schon wieder etwas hoffnungsvoller gestimmt, als er aufs kommende Jahr blickte. „Wir wollen unbedingt mal den Pott holen. Irgendwann muss es ja klappen“, meinte Fruth. Und da war dann schon fast wieder so etwas wie ein Lächeln im Gesicht des MTSV-Spielertrainers zu sehen. Immerhin ein kleiner Trostpreis: Der MTSV wurde als fairste Mannschaft des Turniers ausgezeichnet.

Als beste Fangruppen wurden die Anhänger der beiden Endspielteilnehmer geehrt. Die Grünen und die Schwarz-Roten sorgten für prächtige Stimmung in der Halle.

Das Spiel um Platz drei war eine einseitige Angelegenheit zugunsten des Turniersiegers von 2018. Der VfR Frankenthal bezwang die DJK Eppstein ohne Probleme 5:1.

Zur Sache

Die Halbfinals

DJK Eppstein – MTSV Beindersheim 1:5

Im ersten Halbfinale freuten sich die Fans des MTSV Beindersheim. Der Grund dafür war der 5:1-Erfolg gegen die DJK Eppstein. Mit diesem Sieg zog die Mannschaft von Spielertrainer Manuel Fruth ins Finale ein- und das verdient. Die ersten fünf Minuten der Begegnung dominierten noch die Eppsteiner. Trotz bester Chancen gelang es der DJK allerdings nicht, ein Tor zu schießen. Marvin Maerz sowie Raphael Weber, der allein auf MTSV-Keeper Kai Bundels zulief, vergaben. Die schlechte Chancenverwertung rächte sich. Beindersheim schoss daraufhin in sechs Minuten vier Tore und sicherten sich ohne weitere Anstrengung den Einzug ins Finale. Marc Erbach startete den Torreigen. Daraufhin schwand die von DJK-Trainer Tobias Hinkel geforderte Konzentration. Das nutzten Patrick Czeczerski, Adrian Fitz und zweimal Thorsten Schwind. Für die DJK reichte es nur noch zu einem Ehrentreffer durch Pascal Diehl.

ASV Heßheim – VfR Frankenthal 2:1

Den zweiten Platz im Endspiel sicherte sich der ASV Heßheim. Der A-Klassist bezwang dank einer engagierten und kämpferischen Leistung Titelverteidiger VfR Frankenthal mit 2:1. Und das, obwohl der ASV im zweiten Spiel der Zwischenrunde seinen besten Spieler Dominik Hess durch einen Platzverweis nach einem Foul an Christian Brunsch (DJK Eppstein) verlor. Heßheim, angetrieben vom erneut lautstarken grünen Fanblock auf der Tribüne, ging durch den emsigen Dominik Knorr in Führung und hatte auch über die gesamten 15 Minuten die besseren Chancen. Yannick Busljeta und Max Sembritzki hätten schon früh das Nervenkostüm von Trainer Kai Schäfer und den Anhängern beruhigen können. Der VfR durfte sich bei Keeper Devin Karyagdi bedanken, dass die Partie nicht schon früh entschieden war. Das war sie nach dem 2:0 durch Athanasios Kafkas. Der Anschlusstreffer des Bezirksligisten durch Tim Graf Sekunden vor dem Ende kam zu spät.

Im Endspiel sorgte der ASV auch für die spielerischen Glanzpunkte. Auf dem Bild rechts versucht Yannick Busljeta MTSV-Keeper Kai
Im Endspiel sorgte der ASV auch für die spielerischen Glanzpunkte. Auf dem Bild rechts versucht Yannick Busljeta MTSV-Keeper Kai Bundels zu bezwingen. Foto: BOLTE
x