Frankenthal 320 000 Euro für Adenauerplatz

Für die Neugestaltung der Grünanlage Konrad-Adenauer-Platz im Lauterecken-Viertel mit zugehörigem Spielplatz werden im Haushalt 2015 320.000 Euro bereit gestellt. Dies hat der Haupt- und Finanzausschuss entschieden. Offen blieb, in welchem Umfang erneuert wird. Im Planungs- und Umweltausschuss einige Tage zuvor hatte Bürgermeister Martin Hebich (CDU) noch eine Komplettmodernisierung in Höhe der Gesamtsumme angekündigt. SPD, FWG und Grüne sahen dies skeptisch.
Die Grünanlage sei „überaltert und abgewirtschaftet“, sagte Bürgermeister Martin Hebich (CDU) auf SPD-Anfrage im Planungs- und Umweltausschuss und wiederholte dies auch im Haupt- und Finanzausschuss. Ideen für eine Neugestaltung wolle man „zusammen mit der Bürgerschaft“ entwickeln. Hebich zitierte in Auszügen, was im Etat 2015 zu dem Thema festgehalten ist: „Die Beleuchtung ist in einem desolaten Zustand, einige Lampen fehlen gänzlich oder sind defekt. Zirka die Hälfte der (Holz-)Bänke und Abfallbehälter wurde zwischenzeitlich abgebaut, da sie abgängig waren. Die Rasenfläche ist verdichtet, nach Regen steht dort länger Wasser. Die Wege in der Grünanlage weisen Stolperstellen durch Wurzeldruck auf, zum Teil steht das Wasser nach Regen. Sträucher haben Flächen überwuchert, sind vergreist und wachsen verstärkt auf die umlaufenden Gehwege.“ Auf dem angrenzenden Spielplatz, der 1500 Quadratmeter der Gesamtfläche von 3500 Quadratmetern einnimmt, seien die Spielgeräte zwar „ordentlich funktionsfähig“; pflegerisch liege aber einiges im Argen, sagte Hebich im Planungs- und Umweltausschuss. Die letzten Investitionen im Spielbereich habe es 2009/10 gegeben. Nun gelte es, die Qualität der Anlage insgesamt zu verbessern. Dabei sollen laut Etatplan sowohl die Bedürfnisse von Familien mit Kindern, als auch die von Senioren bedacht werden. Dafür wolle die Verwaltung „Ideen sammeln“, so Hebich. Im Haupt- und Finanzausschuss wies Manuel Baqué (CDU) darauf hin, „dass Lauterecken im Umbruch ist und viele junge Familien mit Kindern hingezogen sind“. Ein neu angelegter Konrad-Adenauer-Platz könnte die Attraktivität weiter erhöhen. SPD, FWG und Grüne waren angesichts der knappen städtischen Kasse dagegen, die von Hebich angekündigten 320.000 Euro auszugeben. Ingrid Hezel (FWG) beantragte, „es bei Pflegemaßnahmen und Rückschnitt zu belassen und dadurch die kostspielige Neugestaltung zu umgehen“. Beate Steeg (SPD) stimmte mit ihr überein. Es sollte nur das Notwendigste angegangen werden wie Grünpflege und defekte Beleuchtung. Gerhard Bruder (Grüne) meinte, „es muss nicht jeder Park einen englischen Rasen bekommen und zur kostspieligen Wellness-Landschaft werden“. Beigeordneter Andreas Schwarz (SPD) erläuterte zur CDU-Anfrage, dass „der Spielplatz in Ordnung ist“ und die Geräte noch recht neu und funktionstauglich seien. Daher sah auch die CDU zumindest beim Spielplatz keinen Handlungsbedarf. Alle Fraktionen folgten dem Vorschlag zur Güte von OB Theo Wieder (CDU), die 320.000 Euro Ermächtigung im Etat zu belassen und die Details im Planungs- und Umweltausschuss zu entscheiden. Allein der Unterhalt der„verwilderten Fläche“ koste schließlich Geld, so Wieder. (spi/tb)