Frankenthal Frankenthal: Mutmaßlicher Messerstecher wegen Mordes angeklagt
Gegen den 26 Jahre alten Türken, der am 8. Januar einen 51-jährigen Landsmann vor dem Ostparkbad in Frankenthal mit Messerstichen tödlich verletzt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben Mordanklage erhoben. Die Ermittler sind überzeugt: Der Mann hat bei seiner Tat heimtückisch gehandelt. Das Opfer habe den Angriff des 26-Jährigen nicht ahnen können, er sei insofern nach den bisherigen Erkenntnissen „arg- und wehrlos“ gewesen, sagte Leitender Oberstaatsanwalt Hubert Ströber auf RHEINPFALZ-Anfrage. Deshalb sei der Vorwurf von Totschlag zu Mord verstärkt worden, sagte er.
Mögliches Tatmotiv: ein früherer Streit
Falls das Landgericht die Anklage zulasse, wird auch ein zweiter Komplex verhandelt: Hier geht es um eine im vergangenen Jahr in Ludwigshafen verübte Körperverletzung in Tateinheit mit Nötigung. Aufschluss über mögliche Motive für die Bluttat erhofft sich Ströber von der ausstehenden Hauptverhandlung. Der Beschuldigte selbst habe bisher eisern geschwiegen. Eine Motivation für die Messerattacke auf den 51-Jährigen vor dem Hallenbad könne eine „frühere Auseinandersetzung“ sein, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt, ohne weitere Hintergründe zu nennen. Im Umfeld des Beschuldigten werde aber in einem abgetrennten Verfahren gegen weitere Personen ermittelt.