Donnersbergkreis Zur Sache: Das rät die Polizei

Der Enkeltrick, bei dem Betrüger sich am Telefon als Familienmitglied in einer Notlage ausgeben, um an Geld zu gelangen, sei keine neue Erscheinung, weiß Gerhard Jost. „Das gibt es schon seit mehr als zehn Jahren“, sagt der Leiter des Kommissariats 4 der Kriminaldirektion Kaiserslautern, das sich mit solchen Betrugsversuchen beschäftigt. Es gebe aber Tipps, wie man sich bei einem verdächtigen Anruf am besten verhält. „Das Wichtigste ist: generell nichts, was mit Geld zu tun hat, am Telefon regeln!“ Ein weiterer Tipp: Rückfragen stellen. „Wenn jemand sagt, rate, wer ich bin, sollte man lieber antworten: Sag mir doch, wer du bist.“ Auch nach Namen von anderen Familienmitgliedern könne gefragt werden. „Die Anrufer sind geschult und wissen, wie sie die Leute einwickeln können“, informiert Jost. „Am besten sollte deshalb immer direkt die Polizei informiert werden.“ Das gelte auch für Fälle, bei denen kein Schaden entsteht. „Wir gehen von einer großen Dunkelziffer solcher Anrufe aus, die uns nicht gemeldet werden.“ Das sei aber wichtig, für die Polizeiarbeit.
