Donnersbergkreis Zentrales, modernes Heim

Ein Blick in die Umkleide: Rudolf Jacob, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler, Ortsbürgermeister Christoph Stumpf und W
Ein Blick in die Umkleide: Rudolf Jacob, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler, Ortsbürgermeister Christoph Stumpf und Wehrführer Michael Appel (von links) begutachten die Ausrüstung.

Der Bau hat länger gedauert als gedacht, nun sind die Münchweilerer Feuerwehrmänner und -frauen in ihr neues Heim in der Ortsmitte gezogen. Und fühlen sich dort bereits wohl. Rund 500.000 Euro hat der Bau des Gebäudes inklusive Grunderwerb gekostet. Darin befindet sich nicht nur eine Halle für die Fahrzeuge, sondern auch Lagerflächen, Umkleiden und ein Schulungsraum. Wir haben uns im Feuerwehrheim umgesehen.

Michael Appel hängt die Jacke in den knallroten Spind. Die Umkleiden für die Feuerwehrmänner sind geräumig. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt der Wehrführer über das neue Feuerwehrheim in der Ortsmitte. In der Umkleide ist übrigens nicht alles neu. Die Spinde sehen zwar so aus, sind aber ein Mitbringsel aus der alten Feuerwehrunterkunft, die sich in dem ehemaligen Pfalzwerke-Gebäude am Ortseingang befand. „Hier haben wir eine zentrale Lage im Ort“, sagt der Wehrführer. Das sieht auch Rudolf Jacob, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler, als einen der großen Vorteile. Wie berichtet, hat die Verbandsgemeinde das Pfalzwerke-Gelände an einen Gewerbebetrieb verkauft. Als „glücklichen Umstand“ bezeichnet es der Bürgermeister, dass die Ortsgemeinde bereit war, ein knapp 730 Quadratmeter großes Grundstück an die Verbandsgemeinde zu veräußern. „Das hier wurde super umgesetzt. Von der Lage her ist das auch günstiger als das bisherige Gebäude der Feuerwehr, das etwas außerhalb war“, berichtet Ortsbürgermeister Christoph Stumpf. Von Seiten des Landes gibt es für das Projekt einen Zuschuss von über 113.000 Euro. Ziel sei es gewesen, so manche Dinge umzusetzen, die nicht unbedingt üblich für ein Feuerwehrhaus sind, sagt Jacob – und zeigt auf einen Lagerraum, der an die große Halle angrenzt. „Das Material ist da, und es ist besser, wenn dies hier alles an einem Ort gelagert werden kann“, so der Bürgermeister. Im Außenbereich sollen noch eine Überdachung und ein Metalltor entstehen. Das, aber auch eine Druckluftanlage im Gebäude, eine Brandmeldeanlage und Mehraufwand bei der Herstellung der Außenanlage sind laut Jacob die Gründe dafür, dass die geplanten Kosten um 25.000 Euro überschritten worden sind. Ein Ergebnis, mit dem Rudolf Jacob aber zufrieden ist, weil es schließlich auch eine Preisentwicklung in der Baubranche gegeben habe. Noch sind in dem Feuerwehrhaus die einen oder anderen Restarbeiten zu erledigen. „Grundsätzlich gibt es in dem Gebäude aber alles, was zu einem modernen Feuerwehrhaus gehört“, sagt Jacob. Rund 25 Aktive werden das Gebäude regelmäßig nutzen – darunter befinden sich zehn Feuerwehrfrauen. Stolz ist nicht nur Ortsbürgermeister Stumpf aber auch auf die seit 30 Jahren geleistete Nachwuchsarbeit in Münchweiler. Einmal die Woche üben Angelika und Jens Königsamen mit rund 30 Kindern, wie Wehrführer Appel berichtet. Das macht sich bezahlt. „Fast die komplette aktive Feuerwehr war zuvor in der Jugendfeuerwehr“, sagt Stumpf. Gerade auch für den Nachwuchs sei die beheizte Fahrzeughalle von Vorteil, um dort zu üben. Innendrin ist das Gebäude unter anderem mit Bewegungsmeldern ausgestattet, es gibt Toiletten für Damen und Herren. Diese können dann auch bei Veranstaltungen auf dem benachbarten Dorfplatz genutzt werden. „Das ist natürlich ein riesiger Vorteil“, sagt Stumpf. Er verweist auch auf die zwölf Parkplätze am Gebäude – diese seien eine Vorgabe von Seiten des Landes gewesen. Restarbeiten sind auch noch im Schulungsraum zu erledigen. Dort dürfen sich die Wehrleute über eine Teeküche freuen – eine Spende der Firma BEZ. Bodentiefe Fenster sorgen für einen hellen Raum. „Wir sind wirklich froh mit der Wache“, sagt Stumpf. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass der Bau deutlich länger dauerte als eigentlich geplant. Gründe dafür gab es mehrere, wie Jacob und Stumpf sagen – von der Insolvenz einer Baufirma bis hin zu vollen Auftragsbüchern der Handwerker. Das neue rund 200 Quadratmeter große Gebäude hat für den Wehrführer noch einen weiteren Vorteil: Michael Appel hat nur ein paar Schritte von seinem Haus, und schon ist er an der Feuerwehr. „Ich hoffe, dass die Feuerwehr mit dem neuen Gebäude etwas mehr in die Öffentlichkeit rücken kann.“ Das sei am alten Standort schwierig gewesen. „Manche glauben, dass die Feuerwehr zu Einsätzen aus Winnweiler kommt“, sagt der Wehrführer. Im Schnitt 15 Einsätze absolvieren die Münchweilerer Männer und Frauen im Jahr. Hinzu kommen noch Dienste etwa zur Absicherung des Martinsumzuges. Und die Wehrleute dürfen sich auch über ein neues Fahrzeug freuen. Jüngst hat der Verbandsgemeinderat Winnweiler der Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges zugestimmt. „Vielleicht können wir ja die offizielle Einweihung des Gebäudes und die Vorstellung des Fahrzeuges gemeinsam feiern“, sagt Jacob. Das soll dann im April oder Mai der Fall sein.

Die Halle bietet Platz für zwei Fahrzeuge. Eines davon wird bald ersetzt. Offiziell eingeweiht werden soll das Gebäude im Frühja
Die Halle bietet Platz für zwei Fahrzeuge. Eines davon wird bald ersetzt. Offiziell eingeweiht werden soll das Gebäude im Frühjahr mit einem Tag der offenen Tür.
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