Donnersbergkreis „Wir sind gut gerüstet für die Zukunft“

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Seit 1978 ist die Kolpingfamilie im pfälzischen Falkenstein ansässig. Aus einem alten Bauernhof ist das „Familien- und Jugendhaus“ mit zwei Gebäuden und dem markanten Sandstein-Turm entstanden. Mit viel Eigenleistung war das Anwesen zur Jugendherberge mit 50 Betten umgebaut worden.

Der Verein „Kolping Familien- und Jugendhaus Falkenstein“ ist der Kolpingfamilie Rohrbach/Saar zugehörig und verwaltet die beiden Häuser. Seine 17 Mitglieder, der „17er-Rat“, engagieren sich ehrenamtlich für den Bestand. Insgesamt zählt die Kolpingfamilie Rohrbach 200 Mitglieder. „Wir sind gut gerüstet für die Zukunft, ein Generationenwechsel im 17er-Rat ist vollzogen und junge handwerklich begabte Leute machen im Verein mit“, berichtet der Vorsitzende Jörg Wilhelmi mit Stolz. „Wir haben alles in gute Hände abgegeben“, fügt Heinz Abel an. Er ist Wilhelmis Amtsvorgänger und inzwischen Ehrenvorsitzender. Der 85-jährige Abel ist gleichzeitig Kopf der „Rentnerband“, die etliche ehrenamtliche Arbeitsstunden leistet. Zukunftsweisend ist die neue Webseite der Kolpingfamilie. Hier ist nicht nur eine Übersicht der Häuser mit Buchungsmöglichkeiten, sondern auch Infos über Falkenstein und der Umgebung zu finden. Ganz neu ist die Beschilderung und Weg-Pflasterung zur Lourdes-Grotte hinter den Gebäuden. Wer will kann sich von der nachbarschaftlichen „Burgstubb“ verpflegen lassen, denn eigentlich ist Selbstverpflegung im Kolpinghaus angesagt. „Ideal für Schulklassen, Freizeiten, Proben von Musikvereinen aber auch für Familienfeste können die Häuser gebucht werden“, zählt Jörg Wilhelmi nur einige Beispiele der Nutzung des Kolpinghauses auf. „Übers Jahr kommen zwischen 50 und 60 Gruppen, es herrscht eine gute Auslastung.“ Die Einnahmen tragen die Investitionen, auch kommen Spenden hinzu. Die Saarländer fühlen sich in ihrer pfälzischen Zweit-Heimat wohl. Unzählige Wanderungen sind von hier gestartet worden oder waren das Ziel. Bei allen möglichen Feierlichkeiten im Dorf, Gottesdiensten in der Kirche oder auf der Freilichtbühne war und ist man präsent. 1985 bei der Falkensteiner 850-Jahrfeier sind gleich drei Busse Rohrbacher gekommen und haben beim historischen Umzug mitgewirkt. Saarländisch-Pfälzische Freundschaften zwischen den Rohrbachern und den Falkensteinern bestehen seit Jahrzehnten. Zum 1. Mai findet jährlich der „Tag der offenen Tür“ statt. So kann man das Haus und die Menschen kennenlernen. Und alle fünf Jahre wird auf dem Grundstück von den jeweiligen Bürgermeistern ein Baum gepflanzt. „Die Bäume bringen wir aus dem Saarland mit und setzen sie dann hier. Die Bäume sind immer gut angegangen, die fühlen sich sichtlich wohl hier in der Pfalz“, sagt Heinz Abel. Gleich sechs Bischöfe aus Togo oder dutzende „Tschernobyl-Kinder“ waren Gäste im Kolpinghaus. Sozialschwache Kinder werden unterstützt und aktuell haben Flüchtlinge aus St. Ingbert das Gelände für den kommenden „Tag der offenen Tür“ am 1. Mai geputzt. Es ist immer was los auf dem Vereinsgelände oberhalb der Falkensteiner Burgruine. „Was wäre Falkenstein ohne Kolping?!“, bringt es Heinz Abel abschließend lachend auf den Punkt: „Nur mein größter Wunsch blieb bislang aus: eine Heirat eines Falkensteiner und Rohrbacher Paares!“ Aber was nicht ist, kann ja noch kommen ...

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