Donnersbergkreis „Wir haben sechs Punkte zu wenig“
WINNWEILER. Der ASV Winnweiler, einziger Fußballverbandsligist aus dem Donnersbergkreis, überwintert auf dem 13. Tabellenplatz. Läuft die Saison ungünstig für den ASV, könnte dies der erste Abstiegsplatz sein. Nach der Winterpause muss der Aufsteiger daher möglichst gut aus den Startlöchern kommen.
Das letzte Spiel vor der Winterpause war eigentlich für einen perfekten Jahresabschluss gemacht. Zu Gast war der drei Punkte und einen Platz schlechter stehende VfR Kandel, der zudem seit 13 Ligaspielen auf einen Sieg wartete. Mit dem fünften Heimsieg der Saison hätte sich der ASV auf Platz elf verbessern und sich ein schönes Sechs-Punkte-Polster auf die potenziellen Abstiegsplätze zulegen können. Doch am Ende kam alles ganz anders. Nach der 2:3-Niederlage, bei der man in der Schlussphase eine 2:1-Führung aus der Hand gab, konnte Kandel mit dem ASV punktemäßig gleichziehen und ihn ob des besseren Torverhältnisses in der Tabelle sogar überholen. Zudem handelten sich mit Waldemar Schneider und Fabian Schmitt zwei Leistungsträger nach Spielschluss wegen Meckerns jeweils die rote Karte und damit verbunden eine Sperre für ein Spiel ein. Beide fehlen nun in der wichtigen Nachholpartie gegen Fortuna Mombach Ende Februar. Nicht nur wegen des letzten Auftrittes in diesem Jahr ist ASV-Trainer Jürgen Giehl mit dem Verlauf der ersten 18 Verbandsligaspiele in der Vereinsgeschichte nicht zufrieden. „Wir haben sechs Punkte zu wenig. Mit diesen würde es tabellarisch viel freundlicher aussehen“, sagt Giehl. In der Hinterhand habe man noch das Nachholspiel. Der ASV-Coach weist aber auch darauf hin, dass sein Team im ganzen bisherigen Saisonverlauf mit personellen Problemen zu kämpfen hatte. Nur selten konnte er die vermeintlich stärkste Elf ins Rennen schicken. „Unser Kader ist nicht so üppig besetzt, da machen sich Ausfälle schnell bemerkbar. Wenn unsere Achse nicht steht, dann bekommen wir Probleme.“ Die bekam der Liga-Neuling im September, der als schwarzer September in die Verbandsliga-Geschichte des ASV eingehen könnte, mit voller Härte zu spüren. In sechs Spielen ab Ende August holte Winnweiler nur ein einziges Pünktchen, kassierte dabei aber 27 Gegentore. Viele sahen den ASV da schon als zu schwach für die Verbandsliga an. Danach aber füllte sich der Kader allmählich wieder, und mit drei Siegen in den folgenden vier Spielen waren die Kicker vom Rauhen Weg wieder auf Kurs. Obwohl mittlerweile der zweite Auswärtssieg der Saison eingefahren wurde, gibt es nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen den Winnweilerer Heim- und den Auswärtsauftritten. Hier sieht Giehl noch Nachholbedarf. Trotzdem ist er der Meinung, „wir sind in der Liga angekommen und wenn alle dabei und fit sind, dann können wir mit den meisten mithalten.“ Er hofft, dass seine Männer ihre Blessuren in der Winterpause auskurieren können und dann zum Auftaktspiel gegen Fortuna Mombach am 28. Februar zur Verfügung stehen.