Donnersbergkreis Winnweiler: Rettungswachenbau noch diesen Sommer
Möglichst noch in diesem Sommer soll mit dem Bau einer Rettungswache im Winnweilerer Ortsteil Hochstein begonnen werden. Das teilt Ralf Marco Prinz, der Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH, auf eine Anfrage der RHEINPFALZ mit. Knapp drei Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt. Auch in Alsenz soll es eine dauerhafte Rettungswache geben.
In dieser Woche soll der Bauantrag für die Rettungswache in Hochstein eingereicht werden, wie Prinz mitteilt. Diese soll, wie mehrfach berichtet, auf dem ehemaligen Parkplatz der Firma Gienanth entstehen. Dass eine Rettungswache in Winnweiler von Bedeutung ist, hatte sich in einem Probebetrieb vor einigen Jahren gezeigt. Dabei war der Rettungswagen drei bis vier Mal in 24 Stunden von Winnweiler aus im Einsatz gewesen. Von dieser Probephase an ist ein Rettungswagen (RTW) in der Winnweilerer Feuerwehr stationiert. Prinz hatte sich wiederholt dankbar für diese Unterstützung gezeigt. Es war aber auch klar, dass dies aus Platzgründen keine Dauerlösung sein konnte. So hat die DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH ein Grundstück in Hochstein erworben, auf dem ein rund 1100 Quadratmeter großes Gebäude entstehen soll. Das wird aus drei Bereichen bestehen – einem für die Rettungswache, einem für die Schnelle Einsatz-Gruppe des Donnersbergkreises und einem für den DRK-Ortsverein Winnweiler. Für die Rettungswache sollen Fahrzeughallen, eine Wasch- und Desinfektionshalle mit Schleuse, Bereitschafts- und Ruheräume, ein Büro, eine Teeküche, Lagerbereich sowie Umkleide- und Sanitärräume und ein Schulungsraum zur Verfügung stehen, für die Einsatz-Gruppe sind ebenfalls Fahrzeughallen – drei Stellplätze sind vorgesehen –, Lager, Umkleide- und Büroräumlichkeiten geplant, genauso wie für den Ortsverein, wie Prinz bereits in der Vergangenheit mitgeteilt hat. Das Gebäude soll als Lehrrettungswache beziehungsweise Ausbildungsstandort betreiben werden, der 2019 eingeweiht werden soll. Mit der Wache möchte die DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH auch Lücken in der Versorgung schließen. Grundsätzlich gilt: Wenn im Donnersbergkreis, in der Stadt und im Landkreis Kaiserslautern oder dem Kreis Kusel die 112 gewählt wird, kommt dieser Notruf bei der Integrierten Leitstelle in Kaiserslautern an. Die Disponenten, die dort im Gebäude der Berufsfeuerwehr vor ihren Bildschirmen sitzen und die Anrufe entgegennehmen, schicken die benötigten Rettungskräfte zu ihrem Einsatzort. Innerhalb von 15 Minuten muss Hilfe vor Ort sein, so ist es vom Land Rheinland-Pfalz festgesetzt. Deshalb wird um jede Rettungswache ein Radius gezogen, den sie in dieser Frist erreichen kann. 95 Prozent im Gebiet der Rettungsdienstbehörde waren kein Problem, was die 15 Minuten betrifft. Ausnahme war ein weißer Fleck rund um Winnweiler. In Teilen problematisch hatte sich auch die Situation in der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel gezeigt. Dort wurde vor knapp einem Jahr eine Rettungswache eingeweiht. Es handelt sich hierbei um eine Interimslösung mit Containern. Fest steht, dass hier in Zukunft aus einer Interimslösung etwas Dauerhaftes werden soll. In der Alsenzer Wache liege man bei rund 1200 Einsätzen pro Jahr. „Was die Notwendigkeit des Standortes belegt. Die gute Interimsunterbringung in Rettungswachencontainern erlaubt es uns, sowohl bei der Standortwahl als auch bei der Umsetzung sorgsam zu planen und räumt uns die Möglichkeit ein, andere Bauprojekte zu priorisieren beziehungsweise zunächst zum Abschluss zu bringen“, teilt der Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH mit.