Donnersbergkreis Winnweiler: Christian Füllert wird hauptamtlicher Wehrleiter

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Lange überlegen musste er nicht. Als bekannt wurde, dass die Verbandsgemeinde Winnweiler einen hauptamtlichen Wehrleiter installieren möchte, war für Christian Füllert schnell klar, dass ihn diese Aufgabe reizen würde. Also warf der 39-Jährige seinen Hut in den Ring. Mit Erfolg. Aus acht Bewerbern wurde der Winnweilerer Wehrführer ausgewählt. Am 1. Februar wird er seinen Dienst antreten – und dann für eine Premiere im Donnersbergkreis sorgen.

Denn Winnweiler ist die erste Verbandsgemeinde rund um die höchste Erhebung der Pfalz, die einen hauptamtlichen Wehrleiter einstellen wird. Für Füllert ist das eine „richtungsweisende Entscheidung“. Das Einsatzspektrum der Feuerwehren werde immer größer. „Die Ehrenamtlichen müssen da unterstützt werden. Da muss vor allen Dingen auch die administrative Arbeit und Hintergrundarbeit auf Hauptamtlichkeit verschoben werden, damit sich die Ehrenamtlichen auf das Wesentliche konzentrieren können.“ Seit 2005 ist Füllert Wehrführer der Winnweilerer Feuerwehr, der er bereits seit 1993 angehört. 2000 hatte er sein Hobby dann auch zum Beruf gemacht, zunächst bei der Berufsfeuerwehr in Darmstadt, später wechselte er dann nach Wiesbaden, wo er 2011 in den gehobenen Dienst aufstieg. Zudem hat der 39-Jährige die Studiengänge Sicherheitsingenieurwesen und Brandschutz abgeschlossen. „Das war für uns nicht ganz unwichtig“, sagt Rudolf Jacob, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler. „Es war ja klar, dass der hauptamtliche Wehrleiter auch in den Bereichen vorbeugender Brandschutz und allgemeinen Sicherheitsthemen tätig sein muss.“ Acht Bewerbungen lagen laut dem Bürgermeister aus dem gesamten Bundesgebiet für diese Stelle vor. Einer von Füllerts Schwerpunkten wird künftig in der Einsatzplanung und -vorbereitung liegen. „Da gibt es unheimlich viel an Aufgaben, aber auch unheimlich viel Potenzial.“ Aber auch ansonsten hat sich der verheiratete Vater einer Tochter einiges vorgenommen. Öffentlichkeitsarbeit sei da ein Stichwort. „Wir stellen immer wieder fest, dass es im Bereich der Feuerwehr in der Bevölkerung viel Unsicherheit gibt“, sagt Füllert. Das müsse nicht sein. Hier will er auch in Schulen und Kindertagesstätten aktiv sein, um die Aufgaben der Feuerwehr vorzustellen. Dann sei da der vorbeugende Brandschutz. „Etwas, was von Anfang an viel Zeit in Anspruch nehmen wird.“ Schon in der Vergangenheit habe Füllert der Verbandsgemeinde hier helfen können, einiges an Geld zu sparen, berichtet Jacob. Da sei beispielsweise das Bürgerhaus in Höringen: Statt eine Art Schleuse bauen zu müssen, um das Treppenhaus im Falle eines Brandes rauchfrei zu halten, konnte man das über eine Schiebetür erreichen. Wichtig ist dem neuen Wehrleiter aber auch die Vernetzung der Wehren untereinander, das gelte auch für die Feuerwehren aus den Nachbar-Verbandsgemeinden. Genauso wie die Qualitätssteigerung der Einsatzkräfte. „Auch wenn wir da sehr gut dastehen, kann man sicherlich noch mehr rausholen.“ Bei all dem solle auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Ortswehren untereinander noch gestärkt werden. Bereits über 160 Mal sind die Wehren der Verbandsgemeinde Winnweiler bislang in diesem Jahr zu Einsätzen ausgerückt. „Pro Woche haben wir drei bis vier Einsätze“, sagt Füllert, der auch stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur ist. Davon sind natürlich auch einige auf der Autobahn 63. Froh ist Füllert, der in seiner Freizeit gerne Sport treibt und liest, auch über die zuletzt gezeigten Rückendeckungen. „Um zu gewährleisten, dass der Wehrleiter von den Wehrführern akzeptiert ist, haben wir auch noch einmal die Wehrführer wählen lassen“, so Jacob. Das Ergebnis sei einstimmig für Füllert gewesen. Die Entscheidung für ihn hatte zuvor auch der VG-Rat getroffen. „Ich möchte das in mich gesetzte Votum rechtfertigen und bestätigen, dass die Wahl auf meine Person die richtige Entscheidung war“, betont der neue Wehrleiter. Wer dessen Stellvertreter wird, ist übrigens noch nicht klar. Der bisherige Wehrleiter Robert Blanz sowie dessen Stellvertreter Wolfgang Radlinger haben zum 31. Dezember ihren Rücktritt erklärt. „Das war so abgesprochen. Da ist auch niemand irgendwie frustriert“, betont Jacob. Ein neuer Stellvertreter wird dann gewählt. |ssl

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