Donnersbergkreis
Winnweiler: Chöre der Sängervereinigung begeistern mit Film- und Musical-Melodien
Ein Männerchor, ein Frauenchor und die gemischte Formation „Tonika“: Die Sängervereinigung Winnweiler darf sich glücklich schätzen, drei solch hochkarätige Vokal-Ensembles in ihren Reihen zu wissen. Im Winnweilerer Festhaus haben sie die zahlreichen Besucher mitgenommen auf eine mehr als dreistündige Reise durch die Welt der Film- und Musical-Melodien. Bei der begeisternden Show ging es zeitweise feucht zu – was nicht nur an den Augen der Zuhörer lag.
Neben den vielen Sängerinnen und Sängern zeichneten vor allem drei Personen für den gelungenen Abend verantwortlich: Petra Lieberich, die alle drei Chöre dirigiert, oblag die Gesamtleitung, begleitet wurden sie von Harald Kronibus am Klavier und Alexander Kronibus am Schlagzeug. Erster Vorsitzender Udo Gaß und Anke Münch haben das Programm gekonnt moderiert. Bei vielen Gästen riefen die Vorträge Erinnerungen an ihre Jugendzeiten und konkret an diverse Kinobesuche hervor.
Gleich ein Ausrufezeichen setzte Tonika mit dem Titel „Der Entertainer“ aus dem Film „Clou“, unvergessen sind auch „Die Dornenvögel“ aus dem gleichnamigen Film beziehungsweise Roman. Viele konnten die Titelmelodie mitsummen. Beeindruckend war auch „Raindrops keep falling on my Head“ aus dem Film „Zwei Banditen“: Damit keine Regentropfen auf die Häupter der Akteure fielen, waren Regenschirme aufgespannt. Im zweiten Teil des Abends widmete sich dieser Chor dem Udo Lindenberg-Musical und dem Film „Sister Act“ mit Titeln wie „Hinterm Horizont geht’s weiter“ und „I will follow him“. Weitere Klassiker waren „Doktor Schiwago“ mit der berühmten wiederkehrenden Melodie und das als Schlaflied bestens bekannte „La-Le-Lu“ aus dem Film „Wenn der Vater mit dem Sohn“ – was fast alle Zuhörer zum Mitsingen animiert hat. Für Gelächter sorgten durch den abgedunkelten Saal schleichende Schlafwandler.
Von Freddy Quinn bis Udo Jürgens
Aus der Tonfilm-Operette „Die Drei von der Tankstelle“ stammt „Ein Freund, ein guter Freund“, begleitet von rhythmischem Klatschen. Dass Harald Kronibus nicht nur ein ausgezeichneter Pianist, sondern auch ein exzellenter Akkordeonspieler ist, bewies er bei der Begleitung des Männerchors im zweiten Abschnitt. Dieser brachte gekonnt „Heimweh“ von Freddy Quinn aus dem Film „Brennend heißer Wüstensand“ zu Gehör, nicht minder bekannt ist der Klassiker „Ich war noch niemals in New York“ aus dem gleichnamigen Musical von Udo Jürgens. Aus diesem Werk stammt auch das von allen Chören gemeinsam vorgetragene „Ihr von Morgen, Hymne an die Zukunft“ – der krönende Abschluss des Abends, der viele weitere Höhepunkte bot: Etwa „Over the Rainbow“, „Mamma Mia“, „Memory“, „Wishing you were somehow here again“ aus dem legendären „Phantom der Oper“, die vom Frauenchor grandios aufgeführte „Evita“ oder das unter die Haut gehende „Wein’ nicht um mich, Argentinien“.
Eine absolute Bereicherung war die Mitwirkung des Saxophon-Ensembles im Musikverein Winnweiler. Die vier Akteure begannen mit einer Melodie aus dem Film „Anatevka“, einem Musical-Drama, und nahmen den Schwung mit zu weiteren Stücken, insbesondere der Westernmelodie. Eine der vielen Versionen des „Halleluja“ wurde ebenso begeistert aufgenommen wie „Pink Panther“, die geforderte und gerne gelieferte musikalische Zugabe. Somit war der Abend eine Werbung vor allem, aber nicht nur für den Chorgesang.